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AWS Lambda

AWS Lambda ist ein Computing-Service für Serverless applications und Event-driven processing. DSGVO-konform in EU-Regionen verfügbar.

Compute
Preismodell Pay-per-request and compute time
Verfügbarkeit All major regions including EU
Datensouveränität EU regions available
Zuverlässigkeit 99.95% availability SLA

Was ist AWS Lambda?

AWS Lambda ist ein serverloser Computing-Service von AWS, der Code ohne Server-Management ausführt. Lambda übernimmt die gesamte Infrastrukturverwaltung: Kapazitätsbereitstellung, automatische Skalierung, Patching und Logging. Sie konzentrieren sich ausschließlich auf Ihren Code.

Der Service läuft auf einer hochverfügbaren Computing-Infrastruktur mit 99,95% SLA. Lambda skaliert automatisch von null auf Tausende parallele Ausführungen innerhalb von Sekunden. Sie zahlen nur für tatsächliche Compute-Zeit, gemessen in Millisekunden.

AWS Lambda unterstützt verschiedene Runtime-Umgebungen: Node.js, Python, Java, .NET, Go und Ruby. Über Custom Runtimes und Container Images können Sie praktisch jede Programmiersprache verwenden. Der Service ist in allen EU-Regionen verfügbar und kann vollständig DSGVO-konform betrieben werden.

Wie funktioniert AWS Lambda?

Lambda basiert auf einem Event-driven-Modell. Ihre Funktionen werden durch Events ausgelöst, etwa:

API-Anfragen: HTTP-Requests über API Gateway oder Lambda Function URLs
Datei-Uploads: S3 ObjectCreated Events
Datenbank-Änderungen: DynamoDB Streams oder RDS Event Notifications
Message Queues: SQS, SNS, EventBridge
Streaming-Daten: Kinesis Data Streams, Kafka
Zeitgesteuert: EventBridge (CloudWatch Events) für Cron-Jobs

Lambda erstellt bei Bedarf Execution Environments, lädt Ihren Code, führt die Handler-Funktion aus und gibt das Ergebnis zurück. Environments werden für nachfolgende Requests wiederverwendet, was Latenz reduziert. Bei hoher Last erstellt Lambda automatisch zusätzliche Environments parallel.

Eine Funktion kann bis zu 15 Minuten laufen. Für längere Workflows nutzen Sie Lambda Durable Functions (bis 1 Jahr) oder Step Functions für Orchestrierung komplexer Multi-Step-Prozesse.

Typische Anwendungsfälle für AWS Lambda

Serverless Web- und Mobile-Backends

Lambda ist ideal für API-Backends moderner Web- und Mobile-Apps. In Kombination mit API Gateway oder Application Load Balancer erstellen Sie skalierbare REST- und GraphQL-APIs ohne Server-Management. Authentifizierung über Cognito, Daten in DynamoDB oder Aurora Serverless, statische Assets via CloudFront.

Vorteil: Sie zahlen nur für tatsächliche API-Calls. Bei 100 Requests pro Sekunde zu Stoßzeiten und 10 Requests nachts zahlen Sie entsprechend weniger. Keine Überkapazitäten wie bei EC2-Instanzen notwendig.

Event-driven Datenverarbeitung

Lambda reagiert in Echtzeit auf Datenänderungen. Typische Szenarien: Bild-Thumbnails generieren bei S3-Upload, Daten-Validierung bei DynamoDB-Inserts, Log-Aggregation aus CloudWatch, ETL-Pipelines für Data Lakes.

Beispiel Bildverarbeitung: User lädt Foto hoch → S3 triggert Lambda → Lambda erstellt Thumbnail, optimiert Größe, extrahiert Metadaten → speichert in S3 und DynamoDB. Alles automatisch, ohne Server.

Batch-Datenverarbeitung

Lambda eignet sich für Batch-Jobs mit variablen Workloads. Beispiele: nächtliche Reportgenerierung, Datenbereinigung, Datenmigration, Backup-Validierung.

Durch die automatische Skalierung können Sie große Datenmengen parallel verarbeiten. Bei 10.000 zu verarbeitenden Dateien erstellt Lambda bis zu 1.000 parallele Executions (Standard-Limit, erhöhbar) und verkürzt die Verarbeitungszeit von Stunden auf Minuten.

Echtzeit-Streaming-Analyse

Verarbeiten Sie Streaming-Daten von Kinesis, Kafka oder DynamoDB Streams. Anwendungen: IoT-Telemetrie, Clickstream-Analyse, Fraud Detection, Real-time Dashboards.

Lambda liest automatisch aus Streams, verarbeitet Records in Batches und skaliert mit dem Datendurchsatz. Event Source Mappings mit Provisioned Mode optimieren Durchsatz und Latenz für vorhersagbare Workloads.

Zeitgesteuerte Automation

Führen Sie regelmäßige Tasks aus: Datenbank-Backups, Infrastruktur-Snapshots, Compliance-Checks, Cache-Invalidierung, Monitoring-Reports.

EventBridge (CloudWatch Events) triggert Lambda nach Cron-Zeitplan. Beispiel: Täglich um 2 Uhr nachts EBS-Snapshots erstellen, alte Snapshots löschen, Notification bei Fehler.

Generative AI und LLM-Integration

Lambda ist optimal für AI-Workloads: LLM-Inferenz, RAG-Systeme (Retrieval-Augmented Generation), Prompt-Engineering-Pipelines, Multi-Modell-Orchestrierung.

Vorteile: Schnelle Iteration bei sich ändernden LLMs, kosteneffiziente Inferenz (zahlen nur bei Nutzung), einfache Integration mit Bedrock, SageMaker, OpenAI. Lambda Durable Functions eignen sich für komplexe AI-Workflows mit Human-in-the-Loop-Prozessen.

Langlebige Workflows (Durable Functions)

Die neue Durable Functions-Funktion ermöglicht Workflows bis zu einem Jahr. Anwendungsfälle: Bestellabwicklung mit mehreren Approval-Schritten, Versicherungs-Claims mit manueller Prüfung, mehrstufige Datenverarbeitungs-Pipelines, Onboarding-Prozesse.

Der Workflow-Status wird persistent gespeichert. Lambda setzt die Ausführung nach Wait-Perioden oder Fehlern automatisch fort. Sie zahlen keine Compute-Kosten während Wait-Zeiten.

Best Practices für AWS Lambda

1. Funktionsgröße und Dependencies optimieren

Halten Sie Deployment-Pakete klein (unter 50 MB komprimiert). Verwenden Sie Lambda Layers für gemeinsam genutzte Dependencies. Reduzieren Sie Paketgröße durch Tree-Shaking und entfernen Sie ungenutzte Code-Pfade.

Vorteil: Schnellere Cold Starts (100-300ms statt 1-3s), geringere Deployment-Zeiten, bessere Entwickler-Experience. Bei Java-Anwendungen reduziert SnapStart die Startzeit auf unter 200ms.

2. Least-Privilege IAM Permissions

Vergeben Sie nur minimal notwendige Berechtigungen. Nutzen Sie separate Execution Roles pro Funktion, nicht eine „Lambda-Admin-Role" für alle. Verwenden Sie IAM Conditions für zusätzliche Einschränkungen.

Beispiel: Funktion für S3-Thumbnail-Generierung benötigt nur s3:GetObject auf Input-Bucket und s3:PutObject auf Output-Bucket, keine weiteren S3-Permissions.

3. Secrets Management

Speichern Sie API-Keys, Datenbank-Credentials und Secrets NIEMALS in Environment Variables oder im Code. Nutzen Sie AWS Secrets Manager oder Parameter Store mit Encryption at Rest.

Lambda cached Secrets automatisch, reduziert API-Calls zu Secrets Manager. Implementieren Sie Secret Rotation ohne Function-Restart.

4. Monitoring und Observability

Aktivieren Sie X-Ray Tracing für Distributed Tracing über mehrere Services. Nutzen Sie Structured Logging (JSON) für einfaches Parsing in CloudWatch Logs Insights. Setzen Sie Custom Metrics für Business-KPIs.

CloudWatch Lambda Insights bietet Performance-Metriken: Cold Start Rate, Memory Utilization, Duration-Percentiles. Alarme bei Fehlerraten >1% oder P99-Latenz >Zielwert.

5. Concurrency und Throttling Management

Konfigurieren Sie Reserved Concurrency für kritische Funktionen (garantiert verfügbare Executions). Nutzen Sie Provisioned Concurrency für latency-sensitive Workloads bei vorhersagbaren Traffic-Mustern.

Implementieren Sie Exponential Backoff mit Jitter für Downstream-Service-Calls. Bei hohem Durchsatz: SQS als Buffer vor Lambda, DLQ für fehlgeschlagene Messages.

6. Kostenoptimierung

Wählen Sie ARM/Graviton2 statt x86 (bis 34% günstigere Compute-Kosten, bis 19% bessere Performance). Optimieren Sie Memory-Allokation: mehr RAM bedeutet mehr CPU und kann Execution-Time verkürzen, was Gesamtkosten senkt.

Lambda Power Tuning hilft, optimale Memory-Konfiguration zu finden. Für vorhersagbare Workloads: Compute Savings Plans (bis 17% Rabatt).

7. Error Handling und Retry-Logik

Lambda retried asynchrone Invocations automatisch 2x bei Fehler. Konfigurieren Sie Destination für Success/Failure (SNS, SQS, EventBridge). Implementieren Sie Idempotenz für sichere Retries.

Dead Letter Queue (DLQ) für finale Fehlerbehandlung. Maximum Event Age und Maximum Retry Attempts anpassen je nach Use Case (z.B. kein Retry bei Validierungsfehlern).

8. VPC Networking

Seit 2019 kein Performance-Overhead mehr durch VPC-Integration. Nutzen Sie VPC Endpoints für S3, DynamoDB (kein Internet Gateway nötig). Security Groups wie bei EC2.

Tipp: Lambda benötigt Subnets in mindestens 2 AZs für High Availability. NAT Gateway für Internet-Zugriff aus privaten Subnets (teuer, Alternative: VPC Endpoints).

9. Versionierung und Deployment

Nutzen Sie Lambda Versions und Aliases für Blue/Green-Deployments. Weighted Aliases für Canary-Releases (z.B. 10% Traffic auf neue Version). SAM oder CDK für Infrastructure as Code.

CI/CD-Pipeline: Automated Tests → Deploy zu Dev-Alias → Integration Tests → Production mit Canary → Promote bei Success. Rollback durch Alias-Update in Sekunden.

10. Cold Start Mitigation

Strategien je nach Anforderung: Provisioned Concurrency (teuer, <100ms), SnapStart für Java (günstig, <200ms), ARM statt x86 (schneller), kleinere Pakete, Keep-Warm-Patterns (EventBridge alle 5min, außer bei unvorhersagbarem Traffic).

Alternative: Akzeptieren Sie Cold Starts (moderne Runtimes: Node.js <200ms, Python <150ms) und optimieren Sie für P50/P90 statt P99.

Integration mit anderen AWS Services

AWS Lambda integriert nativ mit über 200 AWS Services. Die wichtigsten Integrationen:

Compute und Orchestrierung

Step Functions: Orchestrieren Sie komplexe Workflows mit Verzweigungen, Parallelisierung und Error Handling. Ideal für Multi-Step-Prozesse wie Order Fulfillment oder ETL-Pipelines.

ECS/EKS: Lambda als Event-Handler für Container-Deployments. Beispiel: Lambda triggert ECS Task bei S3-Upload für langlebige Verarbeitung.

API und Frontend

API Gateway: REST und HTTP APIs mit Lambda-Backend. Features: Authentication (Cognito, IAM, Custom Authorizers), Rate Limiting, Request Validation, Response Transformation.

Application Load Balancer: Lambda als ALB Target für HTTP(S)-Traffic. Günstiger als API Gateway bei hohem Durchsatz, aber weniger Features.

CloudFront Lambda@Edge: Lambda-Funktionen an CloudFront Edge Locations für Geo-Routing, A/B-Tests, Response-Manipulation.

Datenbanken

DynamoDB: DynamoDB Streams triggern Lambda bei Item-Änderungen. Use Cases: Audit Logs, Daten-Replikation, Materialized Views, Event Sourcing.

RDS/Aurora: RDS Data API ermöglicht HTTP-basierte DB-Queries ohne Connection-Pooling. Aurora Serverless v2 skaliert mit Lambda-Last.

ElastiCache: Lambda in VPC greift auf Redis/Memcached zu für Session-Storage oder Caching häufiger Queries.

Storage

S3: ObjectCreated/ObjectRemoved Events triggern Lambda. Klassiker: Bild-Resize, Video-Transcoding, Malware-Scanning, Metadaten-Extraktion.

EFS: Persistent File System für Lambda-Funktionen. Shared State über Executions, ML-Models laden, große Dependencies.

Messaging und Streaming

SQS: Lambda als SQS Consumer mit Batch-Processing (bis 10.000 Messages parallel). Automatic Scaling basierend auf Queue-Depth.

SNS: Pub/Sub-Pattern. SNS Topic notified Lambda-Subscribers parallel. Fan-out für Multi-Consumer-Szenarien.

EventBridge: Event-Bus für Event-driven Architectures. Rule-basiertes Routing, Schedule-Expressions (Cron), Schema Registry.

Kinesis: Real-time Streaming. Lambda verarbeitet Kinesis Records mit konfigurierbarer Batch-Size und Parallelization-Factor.

MSK (Kafka): Lambda als Kafka Consumer. Provisioned Mode für optimierten Throughput bei hoher Last.

DevOps und Monitoring

CloudWatch: Logs, Metrics, Alarms. Lambda Insights für Enhanced Metrics. Logs Insights für Log-Queries mit SQL-ähnlicher Syntax.

X-Ray: Distributed Tracing über Service-Grenzen. Service Map zeigt Latency-Bottlenecks und Error-Rates pro Downstream-Service.

CodePipeline/CodeBuild: Lambda in CI/CD-Pipelines für Custom Deployment-Logic, Approval-Workflows, Notifications.

Security und Compliance

Secrets Manager: Sichere Secrets mit automatischer Rotation. Lambda Extension cached Secrets lokal.

KMS: Encryption/Decryption von sensiblen Daten. Environment Variables verschlüsseln, Data-at-Rest in S3.

IAM: Fine-grained Access Control mit Resource-based Policies. Cross-Account-Access für Multi-Account-Setups.

Die Integration erfolgt über Event Source Mappings (Polling-basiert für SQS, Kinesis, DynamoDB) oder Push-basierte Events (S3, SNS, API Gateway). Lambda-Destinations routen Success/Failure-Events automatisch weiter.

AWS Lambda vs. Alternativen

Beim Vergleich von AWS Lambda mit Lösungen anderer Cloud-Provider zeigen sich unterschiedliche Stärken:

AWS Lambda vs. Google Cloud Functions/Cloud Run

Google Cloud Functions ist ähnlich zu Lambda, aber mit weniger Runtime-Optionen und kleinerer Community. Cloud Run bietet längere Execution-Limits (60 Minuten) und eignet sich besser für containerisierte Workloads.

Lambda-Vorteile: Größeres Service-Ökosystem (über 200 Integrationen), mehr Regionen weltweit, reiferes Tooling, größere Community, bessere Enterprise-Features (PrivateLink, Transit Gateway).

Google-Vorteile: Cloud Run für längere Tasks, stärkere ML/AI-Integration (Vertex AI), granularere Billing (100ms statt 1ms bei Lambda).

AWS Lambda vs. Azure Functions

Azure Functions bietet ähnliche Features wie Lambda, ist aber stärker auf Microsoft-Technologien ausgerichtet. Durable Functions (Azure) ähnelt Lambda Durable Functions für Stateful Workflows.

Lambda-Vorteile: Bessere Performance (ARM/Graviton2), niedrigere Kosten bei hoher Last, mehr Event-Sources, größere Marktadoption.

Azure-Vorteile: Nahtlose Integration in Microsoft-Ökosystem (Active Directory, Office 365), besser für .NET-Workloads, Hybrid-Cloud mit Azure Arc.

Wann Lambda vs. Container (ECS/EKS/Fargate)?

Lambda wählen bei: Event-driven Workloads, <15min Execution-Time, variable Last, schnelle Iteration, geringer Ops-Overhead.

Container wählen bei: Langlebige Prozesse (>15min), hoher Memory-Bedarf (>10GB), spezielle System-Dependencies, volle Kontrolle über Runtime.

Als Multi-Cloud-Experten beraten wir Sie herstellerneutral zur optimalen Lösung für Ihre Anforderungen.

AWS Lambda Integration mit innFactory

Als AWS Partner unterstützt innFactory Sie bei:

Architektur-Design: Wir konzipieren skalierbare, kostenoptimierte Serverless-Architekturen mit Lambda, kombiniert mit API Gateway, DynamoDB, Step Functions und EventBridge. Event-driven Design Patterns für Microservices und Event Sourcing.

Migration: Sichere Überführung bestehender Workloads zu AWS Lambda. Lift-and-Shift von EC2-basierten APIs, Modernisierung monolithischer Anwendungen zu Microservices, Hybrid-Ansätze für schrittweise Migration.

Performance-Optimierung: Cold Start Reduction durch SnapStart, ARM-Migration, Package-Optimierung. Lambda Power Tuning für kostenoptimale Memory-Konfiguration. Concurrency-Tuning für vorhersagbare Performance.

Betrieb & Support: 24/7-Monitoring mit CloudWatch und X-Ray. Proaktives Alerting bei Fehlerraten, Latency-Spikes oder Throttling. Incident Response und Root Cause Analysis. Managed Services für produktive Lambda-Workloads.

Kostenoptimierung: Analyse Ihrer Lambda-Ausgaben mit AWS Cost Explorer. Identifikation von Over-Provisioning (zu viel Memory, unnötige Provisioned Concurrency). Migration zu ARM/Graviton2, Compute Savings Plans. Typische Einsparung: 30-50%.

Security & Compliance: DSGVO-konforme Lambda-Implementierung in EU-Regionen. IAM-Policies nach Least-Privilege-Prinzip, Secrets Management, VPC-Integration für datenschutzkritische Workloads. SOC2, ISO 27001 Compliance-Support.

CI/CD und DevOps: Aufbau automatisierter Deployment-Pipelines mit AWS SAM, CDK oder Terraform. Blue/Green-Deployments mit Aliases, Canary-Releases mit weighted Routing. Automated Testing (Unit, Integration, Load).

Training und Workshops: Schulungen zu Serverless Best Practices, Lambda-Performance-Tuning, Event-driven Architectures. Hands-on Workshops für Ihr Team.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu AWS Lambda und Serverless-Architekturen auf AWS.

Verfügbare Varianten & Optionen

Typische Anwendungsfälle

Serverless applications
Event-driven processing
Real-time file processing
Backend for mobile/web apps

Technische Spezifikationen

Architectures x86_64, ARM (Graviton2)
Concurrency 1,000 concurrent executions (default), configurable
Ephemeral storage 512 MB to 10,240 MB
Languages Node.js, Python, Java, .NET, Go, Ruby, Custom Runtime (Lambda Runtime API)
Max payload 6 MB (synchronous), unlimited (streaming)
Max runtime 15 minutes (900 seconds)
Max runtime durable 1 year (durable functions)
Memory 128 MB to 10,240 MB

Häufig gestellte Fragen

Was ist AWS Lambda?

AWS Lambda ist ein serverloser Computing-Service, der Code ausführt, ohne dass Server verwaltet werden müssen. Der Code wird automatisch skaliert und Sie zahlen nur für die tatsächliche Ausführungszeit. Lambda unterstützt verschiedene Programmiersprachen und kann durch Events von über 200 AWS Services ausgelöst werden.

Wie lange kann eine Lambda-Funktion maximal laufen?

Standard Lambda-Funktionen können bis zu 15 Minuten (900 Sekunden) pro Ausführung laufen. Mit der neuen Durable Functions Funktion können Workflows bis zu einem Jahr laufen, indem sie ihren Status zwischen Ausführungen speichern und wiederaufnehmen.

Was kostet AWS Lambda?

AWS Lambda nutzt Pay-per-Use-Preise: Sie zahlen pro Anfrage (0,20 USD pro 1 Million Anfragen) und pro GB-Sekunde Compute-Zeit. Das Free Tier umfasst 1 Million Anfragen und 400.000 GB-Sekunden pro Monat. Zusätzlich können Kosten für Provisioned Concurrency, Speicher und Datenübertragung anfallen.

Ist AWS Lambda DSGVO-konform?

Ja, AWS Lambda ist in EU-Regionen (Frankfurt, Irland, Paris, Stockholm, Mailand) verfügbar und kann DSGVO-konform betrieben werden. AWS bietet Datenschutzvereinbarungen (AWS GDPR DPA) und entsprechende Zertifizierungen. Bei korrekter Konfiguration bleiben alle Daten in der EU.

Welche Programmiersprachen unterstützt Lambda?

Lambda unterstützt nativ Node.js, Python, Java, .NET (C#/F#), Go und Ruby. Über die Custom Runtime API können Sie auch andere Sprachen wie Rust, PHP oder C++ verwenden. Container Images ermöglichen noch mehr Flexibilität bei der Laufzeitumgebung.

Was ist der Unterschied zwischen Lambda und EC2?

Lambda ist serverlos: Sie verwalten keine Server, zahlen nur für tatsächliche Ausführungszeit und skalieren automatisch. EC2 bietet volle Kontrolle über virtuelle Server, die Sie selbst konfigurieren und verwalten. Lambda eignet sich für Event-driven-Workloads und Microservices, EC2 für langlebige Anwendungen und spezielle Systemanforderungen.

Was sind Cold Starts und wie kann ich sie vermeiden?

Ein Cold Start tritt auf, wenn Lambda eine neue Execution Environment erstellen muss, was 100-1000ms dauern kann. Vermeiden Sie Cold Starts durch: Provisioned Concurrency (hält Environments warm), SnapStart für Java (verkürzt Startzeit auf <200ms), ARM/Graviton2-Prozessoren (bis 34% schneller), Optimierung der Paketgröße und Nutzung von Lambda Layers.

Wie integriere ich Lambda mit anderen AWS Services?

Lambda lässt sich nativ mit über 200 AWS Services integrieren: S3 (Datei-Upload), DynamoDB und RDS (Datenbank-Events), API Gateway (REST/HTTP APIs), EventBridge (zeitgesteuerte Tasks), SQS/SNS (Messaging), Kinesis (Streaming), Step Functions (Workflows). Wir unterstützen Sie bei der Architektur und Implementierung.

Was sind Lambda Layers?

Lambda Layers sind wiederverwendbare Code-Pakete (Libraries, Custom Runtimes, Dependencies), die Sie in mehreren Funktionen nutzen können. Dies reduziert Deployment-Größen, vereinfacht Updates und ermöglicht Code-Sharing im Team. Ein Layer kann bis zu 50 MB groß sein, Sie können bis zu 5 Layers pro Funktion verwenden.

Kann ich Lambda in meinem VPC betreiben?

Ja, Lambda-Funktionen können auf Ressourcen in Ihrem VPC zugreifen (RDS, ElastiCache, interne APIs). Seit 2019 gibt es dabei keinen Performance-Overhead mehr durch Hyperplane ENIs. Sie können Security Groups und Network ACLs wie bei EC2 verwenden.

Was sind Best Practices für Lambda-Sicherheit?

Wichtigste Security Best Practices: Least-Privilege IAM Roles (nur benötigte Berechtigungen), Secrets in AWS Secrets Manager statt Environment Variables, Code Signing für Deployment-Validierung, VPC für Zugriff auf interne Ressourcen, CloudWatch Logs für Audit-Trails, regelmäßige Dependency-Updates und Nutzung von AWS WAF bei API Gateway Integration.

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