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Microsoft Agent Framework - Open-Source-SDK für KI-Agenten

Microsoft Agent Framework: Open-Source-Framework für KI-Agenten und Multi-Agent-Workflows in .NET, Python und Go. Nachfolger von Semantic Kernel und AutoGen.

ai-machine-learning
Preismodell Open Source, kostenlos; Kosten entstehen für die genutzten Modelle und Dienste
Verfügbarkeit SDK für .NET, Python und Go; Agent Framework für Go laut Microsoft in Public Preview
Datensouveränität Abhängig von den angebundenen Modellen und Diensten
Zuverlässigkeit Kein eigener Dienst-SLA, da Framework; SLAs gelten für die angebundenen Dienste SLA

Was ist das Microsoft Agent Framework?

Das Microsoft Agent Framework ist ein Open-Source-Framework für den Bau von KI-Agenten und Multi-Agent-Workflows in .NET, Python und Go. Es ist kein abrechenbarer Azure-Dienst, sondern ein SDK, das Sie in Ihre Anwendungen einbetten. Der Quellcode liegt öffentlich unter github.com/microsoft/agent-framework.

Microsoft gliedert das Framework in vier Bereiche. Agents sind einzelne Agenten, die LLMs nutzen, Eingaben verarbeiten, Tools und MCP-Server aufrufen und Antworten erzeugen; unterstützt werden unter anderem Microsoft Foundry, Anthropic, Azure OpenAI, OpenAI und Ollama. Der Harness Agent ist ein vorkonfigurierter Agent für lange, mehrstufige Aufgaben mit Planung, Todo-Tracking, Context Compaction, Dateizugriff, Memory, Tool-Freigaben und Observability. Workflows verbinden Agenten und Funktionen über explizite Ausführungspfade, funktional oder graphbasiert. Integrations bündeln Anbindungen an Modellanbieter, Agent-Dienste, Tools, Context Provider, Middleware, Evaluationsdienste und UI-Frameworks.

Ergänzend liefert das Framework grundlegende Bausteine: Model Clients für Chat Completions und Responses, eine Agent Session für State Management, Context Provider für Agenten-Memory, Middleware zum Abfangen von Agentenaktionen sowie MCP-Clients für die Tool-Integration.

Microsoft beschreibt das Agent Framework als direkten Nachfolger von Semantic Kernel und AutoGen, entwickelt von denselben Teams. Es verbindet die einfachen Abstraktionen von AutoGen mit den Enterprise-Funktionen von Semantic Kernel und ergänzt graphbasierte Workflows sowie ein robustes State Management für lang laufende und Human-in-the-Loop-Szenarien.

Kernfunktionen

  • Agenten mit LLM-Anbindung, Tool-Aufrufen und MCP-Server-Integration
  • Harness Agent mit Planung, Todo-Tracking, Context Compaction, Dateizugriff, Memory und Observability für mehrstufige Aufgaben
  • Funktionale und graphbasierte Workflows für explizite Multi-Agent-Orchestrierung
  • Model Clients, Agent Session für State Management und Context Provider für Memory
  • Middleware zum Abfangen und Erweitern von Agentenaktionen
  • Breite Anbieterunterstützung, unter anderem Microsoft Foundry, Anthropic, Azure OpenAI, OpenAI und Ollama
  • SDKs für .NET, Python und Go; die Go-Variante ist laut Microsoft in Public Preview
  • Migrationsleitfäden von Semantic Kernel und von AutoGen

Typische Anwendungsfälle

Einzelagenten mit Tool-Nutzung
Ein Agent beantwortet offene oder dialogorientierte Anfragen, ruft dabei Tools und MCP-Server auf und behält den Gesprächskontext über die Agent Session.

Multi-Agent-Orchestrierung
Wenn mehrere Agenten oder Funktionen koordiniert werden müssen und die Ausführungsreihenfolge festliegen soll, bilden graphbasierte Workflows den Ablauf explizit ab, statt ihn dem Modell zu überlassen.

Lang laufende Aufgaben
Der Harness Agent ist für mehrstufige Aufgaben ausgelegt: Planung und Todo-Tracking strukturieren den Ablauf, Context Compaction hält den Kontext handhabbar, Memory und Dateizugriff sichern Zwischenergebnisse.

Human-in-the-Loop
Für Freigaben und Prüfschritte bietet das Framework State Management, das lang laufende Abläufe mit menschlichen Eingriffen abbildet.

Migration bestehender Agenten
Teams, die bereits mit Semantic Kernel oder AutoGen arbeiten, überführen ihre Anwendungen anhand der von Microsoft bereitgestellten Migrationsleitfäden.

Vorteile

  • Open Source und kostenlos; abgerechnet werden nur die genutzten Modelle und Dienste
  • Anbieterunabhängigkeit durch breite Modell- und Integrationsunterstützung
  • Explizite Kontrolle über Multi-Agent-Abläufe durch graphbasierte Workflows
  • Enterprise-Funktionen aus Semantic Kernel: State Management, Typsicherheit, Middleware, Telemetrie
  • Klarer Migrationspfad von Semantic Kernel und AutoGen
  • Nutzbar in .NET-, Python- und Go-Umgebungen

Integration mit innFactory

Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie beim Aufbau von Agentenanwendungen mit dem Microsoft Agent Framework: Architekturentscheidung zwischen Agent und Workflow, Anbindung an Microsoft Foundry und weitere Modellanbieter, Tool- und MCP-Integration sowie Observability und Evaluations.

Wie wir Agentenarchitekturen auf Azure in der Praxis umsetzen, beschreiben wir in den Beiträgen CompanyGPT Cloud-Stack auf Azure und CompanyGPT mit Microsoft Foundry, Agenten und Bedrock. Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung.

Typische Anwendungsfälle

Einzelne Agenten mit Tool-Nutzung und MCP-Anbindung
Multi-Agent-Orchestrierung über graphbasierte Workflows
Lang laufende Aufgaben mit Planung, Context Compaction und Memory
Human-in-the-Loop-Szenarien mit State Management
Migration bestehender Semantic-Kernel- oder AutoGen-Anwendungen

Technische Spezifikationen

0th Vier Bereiche: Agents, Harness Agent, Workflows und Integrations
1st Agents nutzen LLMs, rufen Tools und MCP-Server auf und erzeugen Antworten
2nd Unterstützte Modellanbieter unter anderem Microsoft Foundry, Anthropic, Azure OpenAI, OpenAI und Ollama
3rd Harness Agent für lange, mehrstufige Aufgaben mit Planung, Todo-Tracking, Context Compaction, Dateizugriff, Memory und Observability
4th Workflows: funktionale und graphbasierte Abläufe mit expliziten Ausführungspfaden
5th Bausteine: Model Clients, Agent Session für State Management, Context Provider für Memory, Middleware und MCP-Clients
6th Pakete: 'Microsoft.Agents.AI.Foundry' (.NET), 'agent-framework' (pip), 'github.com/microsoft/agent-framework-go' (Go)
7th Direkter Nachfolger von Semantic Kernel und AutoGen, entwickelt von denselben Teams
8th Migrationsleitfäden von Semantic Kernel und von AutoGen vorhanden

Häufig gestellte Fragen

Ist das Microsoft Agent Framework ein kostenpflichtiger Azure-Dienst?

Nein. Das Microsoft Agent Framework ist ein Open-Source-SDK und kein abrechenbarer Azure-Dienst. Kosten entstehen für die Modelle und Dienste, die Sie darüber ansprechen, etwa Deployments in Microsoft Foundry oder Azure OpenAI. Der Quellcode liegt unter github.com/microsoft/agent-framework.

Welche Sprachen werden unterstützt und wie ist deren Status?

Microsoft dokumentiert Agent Framework für .NET, Python und Go. Für Go weist Microsoft ausdrücklich hin: 'The Agent Framework for Go is in public preview.' Deklarative Agenten, RAG, CodeAct und funktionale Workflows sind in der Go-Variante laut Microsoft noch nicht verfügbar.

Wie verhält sich das Framework zu Semantic Kernel und AutoGen?

Microsoft bezeichnet das Agent Framework als direkten Nachfolger beider Projekte, entwickelt von denselben Teams. Es verbindet die einfachen Agent-Abstraktionen von AutoGen mit den Enterprise-Funktionen von Semantic Kernel, etwa sitzungsbasiertem State Management, Typsicherheit, Filtern und Telemetrie, und ergänzt graphbasierte Workflows. Für beide Vorgänger existieren Migrationsleitfäden.

Wann sollte ich einen Agenten und wann einen Workflow einsetzen?

Microsoft empfiehlt einen Agenten, wenn die Aufgabe offen oder dialogorientiert ist, autonome Tool-Nutzung und Planung nötig sind oder ein einzelner LLM-Aufruf genügt. Einen Workflow empfiehlt Microsoft, wenn der Prozess klar definierte Schritte hat, die Ausführungsreihenfolge explizit gesteuert werden muss oder mehrere Agenten und Funktionen koordiniert werden. Lässt sich die Aufgabe als einfache Funktion schreiben, empfiehlt Microsoft genau das statt eines Agenten.

Was ist bei der Anbindung von Drittanbieter-Systemen zu beachten?

Microsoft weist darauf hin, dass die Nutzung von Drittanbieter-Servern, -Agenten, -Code oder Nicht-Azure-Direct-Modellen auf eigenes Risiko erfolgt. Diese gelten als Non-Microsoft Products und unterliegen eigenen Lizenzbedingungen. Microsoft empfiehlt, alle geteilten und empfangenen Daten zu prüfen und zu steuern, ob Daten die eigenen Azure-Compliance- und Geografie-Grenzen verlassen.

Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.

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