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Managed Instance on App Service - Windows-Web-Apps mit OS-Anpassung

Managed Instance on Azure App Service ist eine plan-bezogene Hosting-Option für Windows-Web-Apps mit OS-Anpassung, privatem Networking und RDP-Zugriff.

compute
Preismodell Beschränkt auf die Pricing-Pläne Pv4 und Pmv4; Details siehe Azure-Preisrechner
Verfügbarkeit Allgemein verfügbar für Windows-Web-Apps in ausgewählten Regionen: East Asia, West Central US, North Europe, East US, Australia East, Central India und South India
Datensouveränität Regionale Verfügbarkeit begrenzt; North Europe als europäische Region gelistet
Zuverlässigkeit SLA gemäß Anbieter / siehe offizielle SLA-Seite SLA

Was ist Managed Instance on App Service?

Managed Instance on Azure App Service ist eine plan-bezogene Hosting-Option für Windows-Web-Apps, die Anpassungen am Betriebssystem, optional privates Networking und eine sichere Integration mit Azure-Ressourcen benötigen. Sie zielt auf Legacy- oder infrastrukturabhängige Workloads, die COM-Komponenten, Registry-Zugriffe oder MSI-Installer voraussetzen, und behält dabei die verwalteten App-Service-Funktionen für Patching, Skalierung, Diagnose und Identität bei.

Microsoft weist darauf hin, dass Managed Instance für Windows-Web-Apps in ausgewählten Regionen allgemein verfügbar und auf die Pricing-Pläne Pv4 und Pmv4 beschränkt ist. Weitere Regionen sollen im Zeitverlauf hinzukommen. Linux und Container werden nicht unterstützt.

Kernfunktionen

Netzwerk- und Compute-Isolation: Virtual-Network-Integration auf Plan-Ebene, optional nachträglich ergänzbar, mit Private Endpoints, Custom Routing, NSG-Unterstützung, NAT Gateways, Route Tables und privatem DNS. Dazu kommt dedizierte Compute-Kapazität für planbare Performance.

Unterstützung eigener Komponenten: PowerShell-Installationsskripte richten COM-Komponenten, Registry-Werte, IIS-Konfiguration und ACLs, MSI-Installer, Drittanbieter-Komponenten und Windows-Dienste, GAC-Installationen, Windows-Features wie MSMQ-Client und Serverrollen sowie eigene Frameworks ein.

Registry Adapters und Key Vault: Registry-Schlüssel lassen sich auf Plan-Ebene definieren, wobei geheime Werte in Azure Key Vault liegen.

Flexible Storage-Anbindung: Azure Files mit Key-Vault-Integration, UNC-Pfade und Netzwerkfreigaben, skriptgesteuerte Laufwerkszuordnung sowie 2 GB lokaler, nicht persistenter Speicher.

Managed Identity und Betrieb: System- und benutzerzugewiesene Identitäten auf Plan-Ebene ermöglichen schlüssellose Authentifizierung. Load Balancing, Patching und Skalierung übernimmt die Plattform, inklusive horizontaler Autoskalierung und vertikaler Skalierung für Pv4 und Pmv4.

Diagnose per Just-in-Time-RDP: Über Azure Bastion stehen Logs, Event Viewer und IIS Manager zur Verfügung; Virtual-Network-Integration ist Voraussetzung.

Typische Anwendungsfälle

Legacy-Windows-Kompatibilität: Anwendungen mit COM-Komponenten, Registry-Änderungen und MSI-Installern, die IIS-Manager-Zugriff und RDP für die Diagnose sowie Netzwerkfreigaben über UNC-Pfade benötigen.

Migration mit minimalem Refactoring: Lift-and-improve für bestehende .NET-Framework-Anwendungen und schrittweise Modernisierung ohne vollständige Neuentwicklung.

Windows-spezifische Anpassungen: PowerShell-Installationsskripte für Startkonfiguration, Windows-Features wie MSMQ oder Serverrollen sowie Drittanbieter-Komponenten im GAC.

Compliance-getriebene Isolation: Netzwerkisolation auf Plan-Ebene für regulierte Umgebungen.

Vorteile

  • Betrieb infrastrukturabhängiger Windows-Anwendungen ohne eigene VM-Verwaltung
  • Erhalt der verwalteten App-Service-Funktionen für Patching, Skalierung und Diagnose
  • Netzwerkisolation auf Plan-Ebene mit Private Endpoints und eigenem Routing
  • Sichere Konfiguration über Key-Vault-gestützte Registry-Adapter und Managed Identity
  • Diagnosezugriff per Just-in-Time-RDP über Azure Bastion statt dauerhaft offener Zugänge
  • Anbindung an gängige CI/CD-Wege über GitHub Actions, Azure DevOps und Zip- oder Package-Deploy

Integration mit innFactory

Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei der Migration bestehender Windows-Anwendungen auf Managed Instance on App Service: Abhängigkeitsanalyse, Erstellung und Test der Installationsskripte, Netzwerk- und Key-Vault-Design, Logging-Konzept sowie Aufbau der CI/CD-Pipeline.

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Typische Anwendungsfälle

Legacy-Windows-Anwendungen mit COM-Komponenten, Registry-Änderungen und MSI-Installern betreiben
Migration bestehender .NET-Framework-Anwendungen mit minimalem Refactoring
Netzwerkisolation auf Plan-Ebene für Compliance-Anforderungen
Zugriff auf Netzwerkfreigaben über UNC-Pfade oder Laufwerkszuordnung
Diagnose über IIS Manager und Event Viewer per Just-in-Time-RDP

Technische Spezifikationen

0th Plan-bezogene Hosting-Option für Windows-Web-Apps mit OS-Anpassung, optionalem privatem Networking und sicherer Integration mit Azure-Ressourcen
1st Allgemein verfügbar für Windows-Web-Apps in ausgewählten Regionen, beschränkt auf Pv4- und Pmv4-Pläne; Linux und Container werden nicht unterstützt
2nd Netzwerkisolation: Virtual-Network-Integration auf Plan-Ebene, Private Endpoints und Custom Routing, NSG-Unterstützung, NAT Gateways und Route Tables sowie privates DNS
3rd Compute-Isolation auf Plan-Ebene mit dedizierter Compute-Kapazität
4th Custom Components über PowerShell-Installationsskripte: COM-Komponenten, Registry-Werte, IIS-Konfiguration und ACLs, MSI-Installer, Drittanbieter-Komponenten und Windows-Dienste, GAC-Installationen, Windows-Features und eigene Frameworks
5th Registry Adapters mit Azure-Key-Vault-gestützten Registry-Schlüsseln für sichere Konfiguration
6th Storage: Azure Files mit Key-Vault-Integration, UNC-Pfade und Netzwerkfreigaben, skriptgesteuerte Laufwerkszuordnung sowie lokaler temporärer Speicher mit 2 GB ohne Persistenz
7th Managed Identity system- und benutzerzugewiesen auf Plan-Ebene für schlüssellose Authentifizierung
8th Betrieb: plattformseitiges Load Balancing, Patching und Skalierung mit horizontaler Autoskalierung und vertikaler Skalierung (nur Pv4 und Pmv4)
9th Just-in-Time-RDP über Azure Bastion, setzt Virtual-Network-Integration voraus; Zugriff auf Logs, Event Viewer und IIS Manager
10th Vorinstallierte Runtimes: .NET Framework 3.5, 4.8 und .NET 8; eigene Runtimes über Installationsskripte
11th CI/CD über GitHub Actions, Azure DevOps, Zip Deploy, Package Deploy und Run-from-Package
12th Weitere Einschränkungen: nicht in App Service Environment verfügbar, Authentifizierung nur über Entra ID und Managed Identity ohne Domain Join, NTLM oder Kerberos, ausschließlich Web-Apps ohne WebJobs, TCP oder NetPipes

Häufig gestellte Fragen

Was ist Managed Instance on App Service?

Managed Instance on Azure App Service ist eine plan-bezogene Hosting-Option für Windows-Web-Apps, die Anpassungen am Betriebssystem, optional privates Networking und eine sichere Integration mit Azure-Ressourcen benötigen. Sie zielt auf Legacy- oder infrastrukturabhängige Workloads mit COM, Registry oder MSI und behält gleichzeitig das verwaltete Patching, die Skalierung, Diagnose und Identitätsfunktionen von App Service.

Ist Managed Instance allgemein verfügbar?

Microsoft schreibt: „Managed Instance is generally available for Windows web apps in select regions and is limited to Pv4 and Pmv4 pricing plans.“ Weitere Regionen sollen im Zeitverlauf hinzukommen. Linux und Container werden nicht unterstützt.

In welchen Regionen steht Managed Instance zur Verfügung?

Die Dokumentation nennt East Asia, West Central US, North Europe, East US, Australia East, Central India und South India.

Wie werden dauerhafte Anpassungen am System vorgenommen?

Über Konfigurations- beziehungsweise Installationsskripte: Sie laden gezippte PowerShell-Skripte in Azure Storage hoch, auf das über Managed Identity zugegriffen wird. Die Skripte laufen beim Start und sorgen für dauerhafte Konfiguration. Änderungen aus einer RDP-Sitzung sind dagegen temporär und gehen nach einem Neustart oder bei Plattformwartung verloren.

Wie funktioniert der RDP-Zugriff?

RDP erfolgt als Just-in-Time-Zugriff über Azure Bastion und setzt Virtual-Network-Integration voraus. Über RDP stehen Logs, Event Viewer und IIS Manager für die Diagnose zur Verfügung. Microsoft weist darauf hin, dass RDP ausschließlich der Diagnose dient.

Wann ist stattdessen Standard App Service oder eine App Service Environment sinnvoll?

Standard App Service eignet sich laut Microsoft für moderne, cloud-native Entwicklung mit mehreren Sprachen, Linux oder Containern und ohne Bedarf an OS-Anpassung. Eine App Service Environment adressiert Enterprise-Isolation mit vollständig isolierter, dedizierter Infrastruktur, Deployments mit über 100 Anwendungen und vollständiger Kontrolle über die Netzwerkgrenze.

Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.

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