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Azure VMware Solution - VMware in Azure

Azure VMware Solution betreibt VMware-Workloads nativ in Azure mit vSphere, vSAN und NSX, Microsoft-managed.

compute
Preismodell Pay-per-Use pro Host/Stunde, Reserved-Instance-Rabatte optional
Verfügbarkeit Ausgewählte Azure-Regionen
Datensouveränität EU-Regionen verfügbar (Verfügbarkeit je Region prüfen)
Zuverlässigkeit 99,9% (Standard-Private-Cloud), 99,99% mit Stretched Clusters über zwei Availability Zones SLA

Hinweis: Der License-included-Service von Azure VMware Solution (Reserved-Instance- und PayGo-SKUs) wird zum 30. August 2027 eingestellt; betroffene Kunden wechseln auf portable Broadcom-VCF-Lizenzen und eine AVS-VCF-BYOL-SKU. Die Node-Typen AV36P und AV52 werden zum 30. Juni 2029 abgekündigt und müssen bis dahin auf neuere AVS-Node-Typen migriert werden.

Was ist Azure VMware Solution?

Azure VMware Solution (AVS) ist ein von Microsoft betriebener First-Party-Service, der VMware-Private-Clouds mit vSphere, vSAN und NSX auf dedizierten Bare-Metal-Hosts in Azure bereitstellt. Bestehende VMware-Workloads können ohne Anpassung in die Cloud migriert werden und nutzen parallel Azure-Dienste wie ExpressRoute, Backup oder Monitor.

Microsoft übernimmt Deployment, Patching und Lifecycle-Management der VMware-Infrastruktur (ESXi, vCenter, NSX, vSAN); Kundinnen und Kunden verantworten Betrieb und Konfiguration ihrer Workloads und Netzwerksegmente. Neu deployte Private Clouds laufen aktuell auf vSphere 8.0 mit NSX 4.2 und HCX für die Migration.

Wichtig für die Planung: Seit Oktober 2025 hat Broadcom die VMware-Lizenzierung umgestellt. Microsoft verkauft neue AVS-Hosts nicht mehr standardmäßig mit eingeschlossener VMware-Lizenz, sondern Kundinnen und Kunden benötigen ein eigenes, portables VCF-Abonnement direkt von Broadcom. Bereits bestehende Pay-as-you-go-Verträge mit eingeschlossener Lizenz sowie vor dem 15.10.2025 abgeschlossene Reserved Instances laufen im bisherigen Modell weiter, jeweils mit befristeten Übergangsfristen. Am eigentlichen Produkt und der Funktionsweise von AVS ändert das nichts.

Kernfunktionen

  • Private-Cloud-Cluster aus dedizierten Bare-Metal-Hosts (u. a. AV36, AV36P, AV52, AV64) mit VMware vSphere, vSAN und NSX
  • Generation-2-Architektur (AV64) mit direkter Anbindung der vSphere-Hosts an Azure Virtual Networks
  • vCenter Server für vertraute Verwaltung der Umgebung
  • VMware HCX für Live-, Cold- und Bulk-Migration bestehender Workloads
  • Anbindung an Azure-Dienste über ExpressRoute, Global Reach und Virtual WAN
  • vSAN-Datenverschlüsselung im Ruhezustand standardmäßig aktiv

Typische Anwendungsfälle

Datacenter Extension: Erweiterung des On-Premises-Rechenzentrums in die Cloud für Burst-Kapazität oder Disaster Recovery, ohne die bestehende VMware-Architektur zu ändern.

Datacenter Migration: Vollständige Migration eines VMware-Rechenzentrums nach Azure, etwa bei auslaufenden Hardware-Lifecycles oder Facility-Verträgen.

Application Modernization: Schrittweise Modernisierung von VMware-Workloads mit Azure-PaaS-Diensten, während die bestehende vSphere-Umgebung weiterläuft.

Vorteile

  • Bekannte VMware-Tools und -Prozesse (vCenter, vSphere Client) bleiben erhalten
  • Migration bestehender VMs in der Regel ohne Anpassung der Workloads
  • Direkter Netzwerkzugriff auf Azure-Dienste ohne komplexe Netzwerkumstellung
  • Von Microsoft betriebene und gewartete Infrastruktur inklusive Patch-Management

Häufig gestellte Fragen

Was kostet Azure VMware Solution?

AVS wird nutzungsbasiert pro Host und Stunde abgerechnet (Compute, Storage und Networking je Host), mit optionalen Rabatten über mehrjährige Reserved-Instance-Verträge. Aktuelle Preise sind über den Azure-Preisrechner verfügbar; ein Minimum von drei Hosts pro Cluster ist erforderlich.

Behalte ich meine VMware-Lizenzen?

Das hängt vom Vertragsmodell ab. Seit Oktober 2025 verkauft Microsoft neue AVS-Hosts nicht mehr standardmäßig mit eingeschlossener VMware-Lizenz; für neue Deployments ist ein eigenes VCF-Abonnement direkt bei Broadcom erforderlich. Bestehende Pay-as-you-go-Verträge mit eingeschlossener Lizenz sowie ältere Reserved Instances laufen befristet im bisherigen Modell weiter.

Wie funktioniert die Migration?

VMware HCX ist Teil des Service und ermöglicht Live-Migration von VMs ohne oder mit minimaler Downtime. Bulk-Migrationen per Cold- oder Warm-Migration sind ebenfalls möglich.

Kann ich Azure-Services mit VMware-VMs nutzen?

Ja, AVS-Private-Clouds sind an Azure Virtual Networks angebunden. VMs können darüber Azure-Dienste wie Azure SQL, Blob Storage oder Azure Monitor direkt nutzen.

Integration mit innFactory

Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory bei Azure VMware Solution: Migrationsplanung, HCX-Konfiguration, Lizenzberatung im Kontext der Broadcom-Umstellung, Azure-Integration und Betriebsoptimierung.

Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.

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