Was ist Azure Business Process Tracking?
Azure Business Process Tracking richtet sich laut Microsoft an Entwickler und Business-Analysten, die Lösungen mit mehreren Azure-Ressourcen integrieren und dabei den Bezug zwischen technischen Komponenten und dem realen Geschäftsszenario sichtbar machen möchten. Ein Geschäftsprozess ist dabei eine Abfolge von Stufen, die die Aufgaben eines realen Geschäftsablaufs repräsentieren, etwa die Bearbeitung eines Kundentickets bei einem Stromausfall über mehrere Standard-Logic-Apps-Workflows hinweg.
Der Dienst entkoppelt das Design des Geschäftsprozesses von der technischen Implementierung: Es muss kein Tracking-Code in Code, Ressourcen oder die Lösung selbst eingebettet werden. Stattdessen wird die Zuordnung zwischen Transaktions-ID, Geschäftseigenschaften und den tatsächlichen Workflow-Operationen über den Prozesseditor im Azure-Portal vorgenommen.
Kernfunktionen
- Prozessdesign mit Stufen: Im Azure-Portal lassen sich Geschäftsprozesse als Abfolge von Stufen definieren, die den realen Geschäftsablauf abbilden.
- Transaktions-ID zur Korrelation: Eine einzelne Transaktions-ID, etwa eine Bestell-, Fall- oder Ticketnummer, identifiziert eine Transaktion über alle Prozessstufen hinweg und ermöglicht deren Korrelation.
- Zuordnung zu Standard-Logic-Apps-Workflows: Über einen schreibgeschützten Workflow-Designer lassen sich Transaktions-ID und Geschäftseigenschaften konkreten Operationen und deren Ausgaben in einem Standard-Logic-Apps-Workflow zuordnen.
- Speicherung in Azure Data Explorer: Erfasste Transaktionen und Geschäftseigenschaften werden in einem verknüpften Azure-Data-Explorer-Cluster gespeichert und können dort ausgewertet werden.
- CI/CD-Unterstützung: Bereitgestellte Geschäftsprozesse unterstützen Continuous-Integration- und Continuous-Deployment-Pipelines, sodass Stufen und Zuordnungen nicht für jede Umgebung neu aufgebaut werden müssen.
Typische Anwendungsfälle
Geschäftskontext für Integrationslösungen: Teams, die Integrationslösungen mit mehreren Azure-Ressourcen betreiben, visualisieren den Bezug zwischen technischen Komponenten und dem realen Geschäftsprozess, etwa der Bearbeitung eines Kundentickets.
Transaktionsverfolgung über mehrere Workflows: Eine Transaktion, die mehrere Standard-Logic-Apps-Workflows durchläuft, lässt sich anhand der Transaktions-ID über alle Stufen hinweg nachvollziehen.
Reporting auf Geschäftskennzahlen: Aus Workflow-Operationen erfasste Geschäftseigenschaften stehen in Azure Data Explorer für spätere Auswertung und Reporting zur Verfügung.
Rollout über mehrere Umgebungen: Über CI/CD-Pipelines lassen sich Geschäftsprozesse konsistent über Entwicklungs-, Test- und Produktionsumgebungen ausrollen.
Vorteile
- Entkopplung von Geschäftsprozessdesign und technischer Implementierung ohne eingebetteten Tracking-Code
- Nachvollziehbarkeit von Transaktionen über mehrere Workflow-Stufen hinweg anhand einer einzelnen Transaktions-ID
- Wiederverwendbarkeit der Prozessdefinition über CI/CD-Pipelines hinweg
- Laut Microsoft aktuell keine zusätzlichen Kosten für den Tracking-Dienst selbst (Kosten fallen nur für den genutzten Azure-Data-Explorer-Cluster an)
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei der Einführung von Azure Business Process Tracking für Ihre Standard-Logic-Apps-Integrationen, bei der Auslegung des benötigten Azure-Data-Explorer-Clusters sowie bei der Berücksichtigung der aktuellen Einschränkungen, etwa der fehlenden Unterstützung für zustandslose Workflows.
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Typische Anwendungsfälle
Technische Spezifikationen
Häufig gestellte Fragen
Was ist Azure Business Process Tracking?
Azure Business Process Tracking ermöglicht es, einen Geschäftsprozess als Abfolge von Stufen zu modellieren, die reale Geschäftsszenarien abbilden, und diese Stufen mit den zugrunde liegenden Azure-Ressourcen in einer Integrationslösung zu verknüpfen. So lässt sich Geschäftskontext zu technischen Ressourcen hinzufügen, ohne Tracking-Code in die Implementierung einzubetten.
Welche Einschränkungen gelten aktuell?
Laut Microsoft-Dokumentation sind Design, Tracking und Deployment von Geschäftsprozessen derzeit nur über das Azure-Portal möglich, ein Export oder Import von Tracking-Profilen existiert nicht. Unterstützt werden ausschließlich Standard-Logic-Apps-Ressourcen mit zustandsbehafteten Workflows; zustandslose Workflows werden aktuell nicht unterstützt.
Warum wird ein Azure-Data-Explorer-Cluster benötigt?
Beim Anlegen eines Geschäftsprozesses muss ein bestehender oder neuer Azure-Data-Explorer-Cluster mit Datenbank und Tabelle angegeben werden. Der Geschäftsprozess nutzt diese Datenbank, um Transaktionen und die erfassten Geschäftseigenschaften für spätere Auswertungen zu speichern.
Was kostet Azure Business Process Tracking?
Azure Business Process Tracking selbst verursacht laut Microsoft aktuell keine Kosten. Da für jeden Geschäftsprozess ein Azure-Data-Explorer-Cluster, eine Datenbank und eine Tabelle erforderlich sind, fallen jedoch Kosten für Azure Data Explorer gemäß der gewählten Preisoption an.
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