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Azure Cobalt Virtual Machines - Arm-basierte VMs auf Azure

Azure Cobalt VMs basieren auf Microsofts eigenem Arm-basierten Cobalt 100-Prozessor und bieten bis zu 50% bessere Preis-Leistung als vergleichbare x86-VMs.

Compute
Preismodell Pay-per-use (pro vCore/Stunde)
Verfügbarkeit USA, EU (West Europe)
Datensouveränität EU-Regionen verfügbar
Zuverlässigkeit 99,9% SLA

Azure Cobalt Virtual Machines basieren auf dem Cobalt 100, Microsofts erstem selbst entwickelten Arm-basierten Prozessor. Der Chip wurde 2024 zusammen mit den ersten Cobalt-VM-Serien allgemein verfügbar und markiert Microsofts Einstieg in den Markt für Custom Silicon in der Cloud, dem AWS mit Graviton und Google mit Axion bereits vorangegangen sind.

Cobalt 100: Microsofts Custom Arm-Chip

Der Cobalt 100 basiert auf der Arm Neoverse N2-Architektur und wurde von Microsoft speziell für Cloud-Workloads optimiert. Im Gegensatz zu Standard-x86-Prozessoren, die für ein breites Anwendungsspektrum ausgelegt sind, kann Microsoft beim Cobalt 100 Optimierungen vornehmen, die spezifisch auf die Anforderungen von Cloud-Workloads zugeschnitten sind: höhere Kerndichte, bessere Energieeffizienz und tiefere Integration mit Microsofts Netzwerk- und Storage-Infrastruktur. Die ersten VM-Serien auf Cobalt-Basis sind die Dpsv6- und Dplsv6-Serien, die für General-Purpose-Workloads ausgelegt sind und bis zu 128 vCores und 512 GB RAM bieten.

Microsoft gibt für Cobalt VMs eine bis zu 50% bessere Leistung pro Watt gegenüber vergleichbaren x86-Dv5-VMs an. In der Praxis bedeutet dies, dass derselbe Workload auf weniger oder günstigeren VMs betrieben werden kann, was direkte Kosteneinsparungen ermöglicht. Für containerisierte Workloads auf Azure Kubernetes Service (AKS) eignen sich Cobalt-Nodes besonders, da Kubernetes Arm64-Nodes nativ unterstützt und Multi-Arch-Container-Images inzwischen Standard sind.

Arm64 in der Cloud: Herausforderungen und Chancen

Die Nutzung von Arm64-VMs erfordert Aufmerksamkeit bei der Softwarekompatibilität. Moderne Sprachen wie Java, Python, Go, Rust und Node.js unterstützen Arm64 ohne Einschränkungen. Container-Images müssen als Arm64- oder Multi-Arch-Images verfügbar sein. Ältere proprietäre Software oder statisch kompilierte Binaries für x86 sind auf Arm64 nicht lauffähig. Für die meisten Cloud-nativen Anwendungen, die auf Open-Source-Stacks basieren, ist die Migration zu Cobalt VMs jedoch unkompliziert und bietet unmittelbare Kosten- und Performance-Vorteile, die insbesondere bei großen AKS-Clustern und Web-Tier-Deployments spürbar sind.

Typische Anwendungsfälle

Kostenoptimierte General-Purpose-Workloads
Containerisierte Anwendungen auf AKS
Web-Server und API-Backends
Skalierbare Microservices

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Cobalt 100 Prozessor?

Der Cobalt 100 ist Microsofts erster selbst entwickelter Arm-basierter Prozessor, basierend auf der Arm Neoverse N2-Architektur. Microsoft hat ihn speziell für Cloud-Workloads optimiert, ähnlich wie AWS den Graviton und Google den Axion entwickelt hat.

Welche VM-Serien nutzen Cobalt 100?

Die Dpsv6- und Dplsv6-Serien sind die ersten VM-Serien, die auf dem Cobalt 100 basieren. Sie sind für General-Purpose-Workloads ausgelegt und bieten bis zu 128 vCores und 512 GB RAM.

Sind alle Linux-Anwendungen auf Arm64 kompatibel?

Die meisten modernen Linux-Anwendungen unterstützen Arm64 nativ oder über Multi-Arch-Container-Images. Für einige ältere oder proprietäre Software kann eine Neucompilierung erforderlich sein. Container-Workloads auf AKS profitieren besonders, da Docker und Kubernetes Arm64 vollständig unterstützen.

Wie vergleichen sich Cobalt VMs mit AWS Graviton?

Beide bieten ähnliche Preis-Leistungs-Verbesserungen gegenüber x86 (ca. 40-60%). AWS Graviton ist schon länger am Markt und hat eine breitere Verfügbarkeit. Cobalt 100 ist optimiert für den Azure-Stack und profitiert von Microsofts Infrastrukturoptimierungen.

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