Was sind Azure Cobalt Virtual Machines?
Azure Cobalt Virtual Machines basieren auf dem Cobalt 100, Microsofts erstem vollständig selbst entwickelten 64-Bit-Arm-Prozessor. Der Chip wurde 2024 zusammen mit den ersten Cobalt-VM-Serien allgemein verfügbar und markiert Microsofts Einstieg in den Markt für Custom Cloud Silicon, dem AWS mit Graviton und Google mit Axion bereits vorangegangen sind. Cobalt-VMs eignen sich für Linux-basierte, horizontal skalierende Cloud-native Workloads wie Web- und Application-Server, Open-Source-Datenbanken und Caches.
Kernfunktionen
- Cobalt 100 basiert auf der Arm-Neoverse-N2-Architektur, getaktet mit 3,4 GHz, mit einem vollständigen physischen Kern pro vCPU
- General-Purpose-Serien Dplsv6/Dpldsv6 (2 GiB RAM je vCPU) und Dpsv6/Dpdsv6 (4 GiB je vCPU)
- Memory-Optimized-Serien Epsv6/Epdsv6 (8 GiB RAM je vCPU) für speicherintensive Workloads
- Breite Guest-OS-Unterstützung für Arm64 (u. a. Ubuntu, RHEL, SUSE, Azure Linux, AlmaLinux, Debian)
- Native Unterstützung als AKS-Nodes für containerisierte Workloads
Typische Anwendungsfälle
Kostenoptimierte General-Purpose-Workloads: Web-Server, API-Backends und Microservices, deren Software als Arm64- oder Multi-Arch-Build vorliegt.
Containerisierte Anwendungen auf AKS: Kubernetes unterstützt Arm64-Nodes nativ; Multi-Arch-Container-Images sind heute Standard, wodurch sich Cobalt-Nodes gut in bestehende AKS-Cluster integrieren.
Skalierbare Microservices und Caches: Horizontal skalierende, zustandsarme Services profitieren besonders von der Preis-Leistung der Cobalt-Plattform.
Vorteile
- Laut Microsoft verbesserte Preis-Leistung gegenüber der vorherigen Arm-VM-Generation auf Azure
- Tiefe Integration mit Azure-Netzwerk- und Storage-Infrastruktur
- Volle Unterstützung als AKS-Nodes für Cloud-native Architekturen
- Auswahl zwischen General-Purpose- und Memory-Optimized-Serien je nach Workload
Arm64 in der Cloud: Herausforderungen und Chancen
Die Nutzung von Arm64-VMs erfordert Aufmerksamkeit bei der Softwarekompatibilität. Moderne Sprachen wie Java, Python, Go, Rust und Node.js unterstützen Arm64 ohne Einschränkungen. Container-Images müssen als Arm64- oder Multi-Arch-Images verfügbar sein. Ältere proprietäre Software oder statisch kompilierte x86-Binaries sind auf Arm64 nicht lauffähig. Für die meisten Cloud-nativen Anwendungen auf Open-Source-Stacks ist die Migration zu Cobalt-VMs jedoch unkompliziert und bietet spürbare Kosten- und Performance-Vorteile, insbesondere bei großen AKS-Clustern und Web-Tier-Deployments.
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory bei der Bewertung und Migration zu Azure Cobalt Virtual Machines: Kompatibilitätsprüfung, Arm64-Build-Pipelines, AKS-Node-Pool-Konfiguration und Kostenoptimierung.
Typische Anwendungsfälle
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Cobalt-100-Prozessor?
Cobalt 100 ist Microsofts erster vollständig selbst entwickelter 64-Bit-Arm-Prozessor, basierend auf der Arm-Neoverse-N2-Architektur und getaktet mit 3,4 GHz. Jede virtuelle vCPU erhält einen vollständigen physischen Kern. Microsoft folgt damit AWS (Graviton) und Google (Axion) in den Markt für Custom Cloud Silicon.
Welche VM-Serien nutzen Cobalt 100?
Die General-Purpose-Serien Dplsv6/Dpldsv6 (2 GiB RAM pro vCPU) und Dpsv6/Dpdsv6 (4 GiB pro vCPU) sowie die Memory-Optimized-Serien Epsv6/Epdsv6 (8 GiB pro vCPU) basieren auf Cobalt 100. Die Varianten mit 'd' im Namen bieten zusätzlich lokalen temporären Datenträger.
Sind alle Linux-Anwendungen auf Arm64 kompatibel?
Die meisten modernen Linux-Anwendungen unterstützen Arm64 nativ oder über Multi-Arch-Container-Images. Für einige ältere oder proprietäre Software kann eine Neukompilierung nötig sein. Container-Workloads auf AKS profitieren besonders, da Kubernetes Arm64-Nodes vollständig unterstützt.
Wie vergleichen sich Cobalt-VMs mit AWS Graviton?
Beide Prozessorfamilien verfolgen dasselbe Ziel: bessere Preis-Leistung als x86 für Cloud-native Workloads. AWS Graviton ist länger am Markt und breiter regional verfügbar. Cobalt 100 ist speziell auf den Azure-Stack zugeschnitten und tief mit Microsofts Netzwerk- und Storage-Infrastruktur integriert.
Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.
