Was ist Azure Container Registry?
Azure Container Registry (ACR) ist eine verwaltete Registry für die Speicherung und Verwaltung von Container-Images. Der Service unterstützt Docker-Images, Helm-Charts und weitere OCI-Artefakte. ACR integriert sich mit Azure Kubernetes Service, Container Apps und Azure DevOps für automatisierte Build-Pipelines.
Kernfunktionen
- Private Registry mit Microsoft-Entra-ID-Authentifizierung und rollenbasierter Zugriffskontrolle
- Drei Tarife (Basic, Standard, Premium) mit steigendem Speicherkontingent und Durchsatz
- Geo-Replikation, Private Endpoints und Firewall-Regeln im Premium Tier
- Optionales Vulnerability Scanning über Microsoft Defender for Containers
- ACR Tasks für automatisierte, cloudbasierte Image-Builds
- Signierte Images auf Basis des Notary Project als Nachfolger von Docker Content Trust
Typische Anwendungsfälle
DevOps-Teams speichern Application-Images für Kubernetes- und Container-Apps-Deployments. Multi-Region-Anwendungen nutzen Geo-Replikation (Premium Tier) für schnellere Image-Pulls in verschiedenen Regionen. Security-Teams scannen Images vor dem Production-Deployment auf bekannte Schwachstellen.
Vorteile
- Native Integration mit AKS, Container Apps und Azure DevOps
- Zugriffskontrolle über Microsoft Entra ID und Private Endpoints
- Geo-Replikation für niedrigere Latenz bei globalen Deployments (Premium Tier)
- Automatisierte Builds über ACR Tasks ohne eigene CI-Infrastruktur
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Azure Container Registry: Setup von CI/CD-Pipelines, Security-Konfiguration inklusive Migration von Docker Content Trust auf Notary Project sowie Multi-Registry-Strategien.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Basic, Standard und Premium Tier?
Basic enthält 10 GiB, Standard 100 GiB und Premium 500 GiB Speicher, jeweils mit steigendem Durchsatz. Nur Premium bietet Geo-Replikation, Private Endpoints und erweiterte Netzwerkkontrollen wie Firewall-Regeln. Die Wahl hängt von Speicherbedarf, Sicherheitsanforderungen und Deployment-Regionen ab.
Wie funktioniert Vulnerability Scanning in ACR?
Microsoft Defender for Containers kann Images beim Push und im Ruhezustand auf Schwachstellen scannen und zeigt Ergebnisse mit Schweregrad und Empfehlungen an. Die Funktion ist eine separate, kostenpflichtige Erweiterung und keine Standardfunktion aller Tarife.
Kann ich Images automatisch in ACR bauen?
Ja, ACR Tasks ermöglicht automatisierte Image-Builds direkt in Azure, ausgelöst durch Git-Commits, Base-Image-Updates oder einen Zeitplan. Das reduziert den Bedarf an eigener Build-Infrastruktur für Container-Images.
Wie sichere ich meine Container Registry ab?
Nutzen Sie Private Endpoints für Netzwerkisolation, Microsoft Entra ID mit RBAC für Zugriffskontrolle sowie Managed Identities für den Image-Pull ohne Zugangsdaten. Für signierte Images empfiehlt Microsoft inzwischen den Notary-Project-Standard, da Docker Content Trust in ACR schrittweise abgekündigt wird.
Was passiert mit Docker Content Trust in ACR?
Docker Content Trust wird in Azure Container Registry stufenweise abgekündigt: Seit Ende 2025 kann es auf neuen Registries nicht mehr aktiviert werden, die vollständige Einstellung ist für 2028 angekündigt. Microsoft empfiehlt den Wechsel zu Signaturen auf Basis des Notary Project.
Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.
