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Azure Data Lake Storage Gen2 - Skalierbarer Data Lake

Azure Data Lake Storage Gen2 kombiniert hierarchischen Namespace mit Blob Storage für Big-Data-Analytics und Machine Learning.

analytics
Preismodell Bezahlung pro GB (nach Access Tier) und Transaktionen
Verfügbarkeit Alle Azure-Regionen
Datensouveränität EU-Regionen verfügbar
Zuverlässigkeit SLA gemäß Anbieter, abhängig von Redundanzoption (siehe offizielle SLA-Seite) SLA

Was ist Azure Data Lake Storage?

Azure Data Lake Storage Gen2 ist Microsofts Speicherlösung für Big-Data-Analytics. Es handelt sich um ein Funktions-Set, das auf Azure Blob Storage aufsetzt: Durch Aktivierung des hierarchischen Namespace erhält ein Storage Account eine echte Verzeichnisstruktur mit POSIX-kompatiblen Zugriffsrechten, bleibt dabei aber vollständig kompatibel zu den Blob-Storage-APIs. Der Vorgänger Azure Data Lake Storage Gen1 wurde am 29. Februar 2024 vollständig eingestellt; Gen2 ist heute die einzige aktuelle Variante.

Kernfunktionen

  • Hierarchischer Namespace für effiziente, atomare Verzeichnisoperationen
  • Skalierung im Petabyte-Bereich mit hohem Durchsatz für parallele Analytics-Workloads
  • Vier Access Tiers: Hot, Cool, Cold und Archive für unterschiedliche Zugriffsmuster
  • POSIX-kompatible ACLs für feingranulare Berechtigungen auf Datei- und Ordnerebene
  • Native Integration mit Databricks, Azure Synapse Analytics, Microsoft Fabric und HDInsight

Typische Anwendungsfälle

  • Zentraler Data Lake für Analytics- und Machine-Learning-Plattformen
  • Langzeitarchivierung von Unternehmensdaten mit automatischem Tiering
  • Staging-Bereich für ETL- und Data-Engineering-Pipelines (z.B. mit Azure Data Factory oder Databricks)
  • Basis für Lakehouse-Architekturen, in denen Rohdaten und kuratierte Daten gemeinsam verwaltet werden

Vorteile

  • Deutlich schnellere Verzeichnisoperationen als bei flachem Blob-Namespace, insbesondere bei sehr vielen Dateien
  • Kosteneffizient durch manuelles oder automatisiertes Tiering zwischen Hot, Cool, Cold und Archive
  • Volle Kompatibilität mit Blob-Storage-APIs und dem breiten Azure-Analytics-Ökosystem
  • Enterprise-Sicherheit über Microsoft Entra ID, ACLs, Verschlüsselung und Private Endpoints

Integration mit innFactory

Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Azure Data Lake Storage: Data-Lake-Architektur, Migration von On-Premises oder Gen1, Zugriffskontrolle und Kostenoptimierung über Access Tiers.

Typische Anwendungsfälle

Data Lake als zentrale Ablage für Analytics und Machine Learning
Langzeitarchivierung von Unternehmensdaten
Staging-Bereich für ETL- und Data-Engineering-Pipelines
Grundlage für Lakehouse-Architekturen mit Databricks oder Synapse

Häufig gestellte Fragen

Was ist Azure Data Lake Storage Gen2?

Azure Data Lake Storage Gen2 ist keine eigenständige Speicher-SKU, sondern ein hierarchischer Namespace, den Sie auf einem Azure-Storage-Account aktivieren. Er kombiniert die Skalierbarkeit und Kosteneffizienz von Blob Storage mit einer dateisystemähnlichen Ordnerstruktur für Big-Data-Analytics.

Was ist mit Azure Data Lake Storage Gen1 passiert?

Gen1 wurde am 29. Februar 2024 vollständig eingestellt und ist nicht mehr erreichbar. Bestehende Gen1-Workloads mussten vorher nach Gen2 migriert werden. Für neue Projekte kommt ausschließlich Gen2 (hierarchischer Namespace auf Blob Storage) infrage.

Welche Access Tiers gibt es?

Hot für häufigen Zugriff ohne Mindestspeicherdauer, Cool für selteneren Zugriff (Mindestspeicherdauer 30 Tage), Cold für sehr seltenen, aber weiterhin online verfügbaren Zugriff (Mindestspeicherdauer 90 Tage) und Archive für Langzeitarchivierung (Mindestspeicherdauer 180 Tage, Rehydrierung vor Zugriff nötig). Speicherkosten sinken, Zugriffskosten und Abrufzeiten steigen von Hot zu Archive.

Wie funktioniert der hierarchische Namespace?

Der hierarchische Namespace organisiert Objekte in einer echten Verzeichnisstruktur mit atomaren Operationen auf Verzeichnisebene. Das Umbenennen oder Löschen eines Ordners mit sehr vielen Dateien ist dadurch deutlich schneller als bei einem flachen Blob-Namespace ohne hierarchischen Namespace.

Welche Sicherheitsfeatures gibt es?

Integration mit Microsoft Entra ID (vormals Azure AD) für Authentifizierung, POSIX-kompatible ACLs auf Datei- und Ordnerebene, Verschlüsselung at Rest, Private Endpoints und Firewall-Regeln zur Netzwerkeinschränkung.

Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.

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