Was ist Microsoft Defender EASM?
Microsoft Defender External Attack Surface Management (EASM) entdeckt und überwacht kontinuierlich die externe, dem Internet ausgesetzte Angriffsfläche Ihres Unternehmens. Der Dienst nutzt Microsofts proprietäre Discovery-Technologie, um ausgehend von bekannten Assets (Discovery Seeds) rekursiv weitere verbundene Domains, IP-Adressen, Hosts und Webanwendungen zu identifizieren.
EASM geht über klassische Vulnerability Scanner hinaus, indem es auch unbekannte oder vergessene Assets aufspürt: Shadow IT, abgelaufene Domains, verwaiste Subdomains oder exponierte Entwicklungsumgebungen. Viele Sicherheitsvorfälle beginnen mit der Ausnutzung genau solcher vergessener Ressourcen.
Der Dienst liefert ein dynamisches Inventar aller externen Assets (aktuell aktiv oder historisch), bewertet deren Sicherheitsrisiko über Dashboards zu Schwachstellen, Compliance und Security Hygiene und priorisiert Handlungsempfehlungen.
Kernfunktionen
- Automatische, rekursive Entdeckung externer Assets ausgehend von Discovery Seeds wie Domains, IP-Bereichen oder ASNs
- Dynamisches Asset-Inventar mit Klassifizierung in aktuelle und historische Assets
- Dashboards zu Schwachstellen, Compliance-Status und Security Hygiene
- Filterbare Inventaransicht für spezifische Anwendungsfälle
- Integration mit Microsoft Sentinel und Microsoft Defender for Cloud
Typische Anwendungsfälle
Attack Surface Reduction: Identifikation und Eliminierung unnötig exponierter Dienste, vergessener Subdomains und veralteter Webanwendungen zur Verkleinerung der Angriffsfläche.
M&A Due Diligence: Bewertung der externen Angriffsfläche eines Übernahmeziels, um Sicherheitsrisiken vor der Akquisition zu identifizieren und in die Bewertung einzubeziehen.
Compliance-Überwachung: Kontinuierliche Überprüfung, ob alle extern erreichbaren Systeme den Sicherheitsrichtlinien entsprechen, einschließlich SSL-Zertifikate, Patch-Stand und Konfiguration.
Vorteile
- Sichtbarkeit über die gesamte externe Angriffsfläche aus Angreifer-Perspektive
- Erkennung von Shadow IT und vergessenen Assets, die interne Scanner nicht erreichen
- Priorisierte Handlungsempfehlungen statt Datenflut
- Wählbarer Speicherort für Kundendaten, auch innerhalb der EU
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Microsoft Defender EASM: von der initialen Einrichtung und Asset-Discovery über die Risikobewertung bis zur Entwicklung einer Strategie zur Reduzierung Ihrer externen Angriffsfläche.
Häufig gestellte Fragen
Was unterscheidet EASM von einem Vulnerability Scanner?
Vulnerability Scanner prüfen bekannte Assets auf bekannte Schwachstellen. EASM entdeckt zunächst ausgehend von Discovery Seeds wie Domains, IP-Bereichen oder Whois-Organisationen rekursiv alle verbundenen Assets, auch unbekannte, und bewertet anschließend deren Risiko.
Welche Seed-Informationen werden benötigt?
Zur initialen Einrichtung genügen bekannte, legitime Assets wie Domains, IP-Adressblöcke, Hosts, E-Mail-Kontakte oder Autonomous System Numbers. EASM erweitert diese Seeds automatisch durch Analyse beobachteter Verbindungen zur Organisation.
Was kostet Microsoft Defender EASM?
Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert pro abrechenbarem Asset im Inventar, kalkuliert auf Tagesbasis. Nach einer Testphase werden die erfassten Assets automatisch abgerechnet; für aktuelle Preise gilt die offizielle Preisseite.
Wo werden die Daten gespeichert?
Defender EASM verarbeitet globale Internetdaten sowie kundenspezifische Daten wie eigene Labels. Die kundenspezifischen Daten werden in der vom Kunden gewählten Azure-Region gespeichert, wodurch auch eine Speicherung in der EU möglich ist.
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