Was ist Azure Disk Storage?
Azure Disk Storage bietet verwaltete Blockspeicher-Laufwerke für Azure Virtual Machines. Der Dienst stellt fünf Leistungsstufen bereit: Ultra Disk für latenzempfindliche Workloads, Premium SSD v2 für flexible Leistungskonfiguration, Premium SSD für produktive Anwendungen, Standard SSD für moderate Workloads und Standard HDD für Archivierung und Backups.
Verwaltete Disks werden verschlüsselt und redundant gespeichert; die genaue Redundanzstufe (z. B. lokal redundant mit mehreren Kopien innerhalb eines Rechenzentrums oder zonenredundant) lässt sich pro Disk konfigurieren. Die Verwaltung erfolgt über das Azure Portal, CLI oder ARM-Templates, ohne dass sich Entwickler:innen um die darunterliegende Speicherinfrastruktur kümmern müssen.
Azure Disk Storage unterstützt Shared Disks für Cluster-Szenarien, Disk Bursting für temporäre Lastspitzen und On-Demand-Skalierung der Disk-Leistung ohne VM-Neustart bei den flexiblen Disk-Typen.
Kernfunktionen
- Fünf Leistungsstufen: Ultra Disk, Premium SSD v2, Premium SSD, Standard SSD, Standard HDD
- Server-Side Encryption mit plattformverwalteten oder kundenverwalteten Schlüsseln
- Shared Disks für Windows Server Failover Cluster und Linux-Clusterlösungen
- Disk Bursting für temporäre Leistungssteigerung bei Standard und Premium SSD
- Inkrementelle Snapshots für kosteneffiziente Sicherungen
Typische Anwendungsfälle
Datenbankbetrieb: Premium SSD oder Ultra Disk für SQL Server, Oracle oder PostgreSQL Workloads mit konsistent niedriger Latenz und hohem IOPS-Durchsatz.
SAP HANA: Ultra Disk für In-Memory-Datenbanken, die sehr niedrige Latenz und hohe Bandbreite benötigen.
Entwicklungs- und Testumgebungen: Standard SSD oder Standard HDD für kostenoptimierte Umgebungen ohne strenge Leistungsanforderungen.
Vorteile
- Fein abgestufte Performance-Optionen von Archiv-HDD bis Ultra Disk
- Verschlüsselung at rest und in transit als Standard
- Nahtlose Skalierung der Leistung bei Premium SSD v2 und Ultra Disk ohne VM-Neustart
- Betrieb in europäischen Azure-Regionen möglich
Häufig gestellte Fragen
Wann sollte ich Ultra Disk statt Premium SSD verwenden?
Ultra Disk eignet sich für Workloads mit sehr niedriger Latenz und deutlich höherem IOPS- und Durchsatzbedarf als Premium SSD, etwa SAP HANA, Hochleistungsdatenbanken und transaktionsintensive Anwendungen. Für die meisten produktiven Workloads reicht Premium SSD beziehungsweise Premium SSD v2 aus.
Kann ich die Disk-Leistung nachträglich ändern?
Ja. Bei Premium SSD v2 und Ultra Disk lassen sich IOPS und Durchsatz unabhängig von der Disk-Größe anpassen, ohne die VM neu zu starten. Bei anderen Disk-Typen erfordert eine Leistungsänderung meist einen Wechsel der Disk-Größe oder des Tiers.
Wie funktionieren inkrementelle Snapshots?
Inkrementelle Snapshots speichern nur die Änderungen seit dem letzten Snapshot. Das reduziert Speicherkosten im Vergleich zu vollständigen Snapshots und beschleunigt die Erstellung.
Welche SLA gilt für Azure Disk Storage?
Managed Disks selbst haben keine eigenständige, separat abgerechnete SLA; die Verfügbarkeitsgarantie ergibt sich aus der SLA der zugehörigen Virtual Machine und hängt vom verwendeten Disk-Typ sowie der VM-Konfiguration (z. B. Einzelinstanz vs. mehrere Instanzen über Availability Zones) ab. Details finden sich auf der offiziellen Azure-SLA-Seite.
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Azure Disk Storage: von der Auswahl der optimalen Disk-Tier für Ihre Workloads über die Implementierung von Backup-Strategien bis zur Kostenoptimierung Ihrer Speicherinfrastruktur.
Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.
