Was ist Azure Import/Export?
Der Azure-Import/Export-Dienst dient dazu, große Datenmengen sicher nach Azure Blob Storage und Azure Files zu importieren, indem Festplatten an ein Azure-Rechenzentrum versendet werden. Ebenso lassen sich Daten aus Azure Blob Storage auf Laufwerke übertragen und an den eigenen Standort schicken. Daten von einem oder mehreren Laufwerken können entweder nach Azure Blob Storage oder nach Azure Files importiert werden.
Sie können eigene Laufwerke verwenden oder auf von Microsoft bereitgestellte Laufwerke zurückgreifen. Für den Transfer mit Microsoft-Laufwerken verweist die Dokumentation auf Azure Data Box Disk, wobei Microsoft bis zu fünf verschlüsselte SSDs mit insgesamt 40 TB Kapazität pro Bestellung über einen regionalen Versanddienstleister zusendet. Wichtig für die Planung: Microsoft weist darauf hin, dass Import/Export-Jobs inzwischen Teil der Azure-Data-Box-Ressource sind.
Kernfunktionen
Import und Export per Datenträger: Importjobs bringen Daten in Azure Blob Storage oder Azure Files, Exportjobs liefern Daten aus Azure Blob Storage auf Laufwerke, die an Sie zurückgeschickt werden.
WAImportExport-Werkzeug: Das Kommandozeilenwerkzeug bereitet Laufwerke vor, unterstützt beim Kopieren der Daten, verschlüsselt mit AES-256-BitLocker, erzeugt die Drive-Journal-Dateien und hilft bei der Ermittlung der benötigten Laufwerkszahl für Exportjobs.
Jobs im Azure-Portal oder per API: Jobs lassen sich über das Azure-Portal oder die Azure Resource Manager REST API anlegen und verfolgen; jeder Job gehört zu genau einem Storage-Konto.
Verschlüsselung auf dem Transportweg: Die Daten auf den Laufwerken sind mit AES-256-BitLocker geschützt. Bei Exportjobs verschlüsselt der Dienst die Laufwerke vor dem Rückversand und stellt den Schlüssel über das Azure-Portal bereit.
Definierte Versandstandorte: Der Dienst unterstützt das Kopieren zu und von allen Azure-Storage-Konten; die Laufwerke gehen an einen der gelisteten Standorte, darunter mehrere in Europa.
Typische Anwendungsfälle
Datenmigration in die Cloud: Große Datenmengen gelangen schnell und kosteneffizient nach Azure, wenn der Netzwerkweg zu langsam ist.
Content Distribution: Daten werden zügig an Kundenstandorte geliefert.
Backup: Sicherungen lokaler Daten werden in Azure Storage abgelegt.
Data Recovery: Große in Azure gespeicherte Datenmengen werden an einen lokalen Standort zurückgeliefert.
Vorteile
- Datentransfer unabhängig von verfügbarer Netzwerkbandbreite
- Nutzung eigener Laufwerke oder von Microsoft bereitgestellter Datenträger
- Verschlüsselung mit AES-256-BitLocker, optional mit kundenverwaltetem Schlüsselschutz
- Anlage und Nachverfolgung von Jobs über Azure-Portal oder Resource Manager REST API
- Versandstandorte in mehreren europäischen Regionen
Integration mit innFactory
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Typische Anwendungsfälle
Technische Spezifikationen
Häufig gestellte Fragen
Ist Azure Import/Export eingestellt?
Nein. Microsoft weist in der Dokumentation darauf hin: „Import/Export jobs are now part of the Azure Data Box resource.“ Neue Import- und Exportjobs werden also unter Data Box angelegt; der Dienst selbst wird weiterhin dokumentiert.
Welche Szenarien deckt der Dienst ab?
Microsoft nennt Datenmigration in die Cloud, Content Distribution zur schnellen Auslieferung an Kundenstandorte, Backup lokaler Daten in Azure Storage sowie Data Recovery, also das Zurückliefern großer Datenmengen an einen lokalen Standort. Der Dienst eignet sich, wenn Up- oder Download über das Netzwerk zu langsam ist oder zusätzliche Bandbreite zu teuer wäre.
Kann ich auch Azure Files exportieren?
Nein. Der Dienst unterstützt ausschließlich den Export von Azure Blobs. Ein Export von Azure Files wird nicht unterstützt. Für den Import stehen dagegen sowohl Azure Blob Storage als auch Azure Files zur Verfügung.
Wie werden die Daten auf dem Transportweg geschützt?
Die Daten auf dem Laufwerk werden mit AES-256-BitLocker-Laufwerksverschlüsselung geschützt. Bei Importjobs erfolgt die Verschlüsselung entweder über die Option in der dataset.csv beim Lauf des WAImportExport-Werkzeugs oder durch manuelles Aktivieren von BitLocker mit Angabe des Schlüssels in der driveset.csv. Der BitLocker-Schlüssel lässt sich über einen External Key Protector oder einen kundenverwalteten Schlüssel zusätzlich schützen.
Wie viele Laufwerke passen in einen Job?
Pro Job lassen sich bis zu 10 Datenträger versenden. Unterstützt werden SSDs und HDDs; die konkret unterstützten Typen listet Microsoft in den Anforderungen.
Was passiert mit den hinterlegten Kontaktdaten?
Beim Anlegen eines Jobs geben Nutzer Kontaktdaten und eine Versandadresse an. Diese Angaben liegen im Job und optional in den Portal-Einstellungen. Mit dem Job gespeicherte Daten werden mit dem Job gelöscht; abgeschlossene Jobs werden nach 90 Tagen automatisch entfernt. Kontaktdaten aus den Portal-Einstellungen lassen sich durch Löschen der Portal-Einstellungen entfernen.
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