Microsoft Purview Information Protection ermöglicht die Klassifizierung, Kennzeichnung und den Schutz von Dokumenten und E-Mails. Der Dienst ist die Weiterentwicklung von Azure Information Protection (AIP); das frühere AIP-Add-in für Office wurde eingestellt, die Funktionalität ist heute direkt in Microsoft 365 integriert.
Was ist Microsoft Purview Information Protection?
Information Protection nutzt Sensitivity Labels, um Dokumente und E-Mails nach Vertraulichkeit zu klassifizieren, etwa als Öffentlich, Intern, Vertraulich oder Streng vertraulich. Labels können manuell oder automatisch basierend auf Inhaltsanalyse angewendet werden.
Zusätzlich zur Klassifizierung verschlüsselt Rights Management (auf Basis von Azure Rights Management) Dokumente und erzwingt Berechtigungen. Geschützte Dokumente bleiben auch beim Teilen außerhalb des Unternehmens geschützt. Die Verwaltung erfolgt zentral über das Microsoft Purview Compliance Portal.
Kernfunktionen
- Sensitivity Labels: Klassifizierung nach Vertraulichkeitsstufen, nativ in Microsoft-365-Apps integriert
- Automatische Klassifizierung: Inhaltsbasierte Erkennung sensibler Daten für automatische oder empfohlene Labels
- Rights Management: Verschlüsselung und Berechtigungskontrolle auf Basis von Azure Rights Management
- Document Tracking: Nachverfolgung geschützter Dokumente und ihrer Zugriffe
- Unified Labeling: Konsistente Labels über Office, SharePoint, Teams und Drittanbieter-Apps via Microsoft Information Protection SDK
Typische Anwendungsfälle
Information Protection eignet sich für Unternehmen mit Compliance-Anforderungen wie DSGVO oder branchenspezifischen Vorschriften. Typische Szenarien sind der Schutz von Kundendaten, Finanzdokumenten, Personalakten und geistigem Eigentum.
Vorteile
- Schutz von Daten auch außerhalb des Unternehmensnetzwerks
- Einheitliche Klassifizierung über alle Microsoft-365-Apps hinweg
- Automatisierte Compliance durch Policy-gesteuerte Labels
- Integration mit Data Loss Prevention (DLP) und weiteren Purview-Diensten
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Microsoft Purview Information Protection: Klassifizierungsschema-Design, Label-Rollout, Rights Management und Compliance-Implementierung.
Typische Anwendungsfälle
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Azure Information Protection und Microsoft Purview Information Protection?
Azure Information Protection (AIP) war der ursprüngliche Name; das eigenständige AIP-Add-in für Office wurde 2024 abgekündigt. Die Funktionalität ist heute Teil von Microsoft Purview Information Protection und wird direkt in Microsoft-365-Apps sowie im Microsoft Purview Compliance Portal verwaltet. Azure Rights Management bleibt als zugrunde liegende Verschlüsselungstechnologie erhalten.
Wie funktioniert die automatische Klassifizierung?
Sensitivity Labels können automatisch basierend auf Inhaltsanalyse angewendet werden. Der Dienst erkennt Muster wie Kreditkartennummern, Ausweisdaten oder benutzerdefinierte Regex-Patterns und schlägt passende Labels vor oder wendet sie automatisch an.
Kann ich Dokumente auch nach dem Teilen schützen?
Ja, Rights Management verschlüsselt Dokumente und erzwingt Berechtigungen auch außerhalb des Unternehmens. Öffnen, Bearbeiten, Drucken und Weiterleiten lassen sich granular steuern, auch wenn das Dokument bereits versendet wurde.
Welche Clients werden noch unterstützt?
Das klassische AIP-Add-in für Office ist abgekündigt; Labeling ist heute nativ in die Microsoft-365-Apps integriert. Für Szenarien außerhalb der Office-Apps steht der Microsoft Purview Information Protection Client zur Verfügung, unter anderem für Dateiscanner und Explorer-Integration.
Welche Dateitypen werden unterstützt?
Native Unterstützung besteht für Office-Dokumente, PDFs und Bilder. Für alle anderen Dateitypen greift ein generischer Schutz per Wrapper-Verschlüsselung.
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