Azure Key Vault ist ein zentraler Service zur sicheren Speicherung von Secrets, Schlüsseln und Zertifikaten. Der Service reduziert das Risiko, Credentials im Code oder in Konfigurationsdateien abzulegen.
Was ist Azure Key Vault?
Key Vault bietet drei Hauptfunktionen: Secrets Management für Passwörter und Connection Strings, Key Management für kryptographische Schlüssel und Certificate Management für SSL/TLS-Zertifikate.
Die Authentifizierung erfolgt über Microsoft Entra ID (vormals Azure Active Directory). Für neu erstellte Key Vaults ist Azure RBAC inzwischen das Standard-Zugriffsmodell für Control- und Data-Plane-Operationen; das klassische Access-Policy-Modell wird weiterhin unterstützt, gilt aber als Legacy und sollte schrittweise auf RBAC migriert werden. Alle Zugriffe werden protokolliert und können mit Azure Monitor überwacht werden.
Kernfunktionen
- Secrets: Sichere Speicherung von Passwörtern, API Keys, Connection Strings
- Keys: RSA- und EC-Schlüssel, software- oder HSM-geschützt, für Verschlüsselung und Signierung
- Certificates: Automatische Erneuerung und Integration mit Zertifizierungsstellen
- Zugriffskontrolle: Authentifizierung über Microsoft Entra ID, Autorisierung über Azure RBAC (Standard) oder Access Policies (Legacy)
- Soft Delete: Wiederherstellung versehentlich gelöschter Elemente
- Audit Logging: Protokollierung aller Zugriffe in Azure Monitor
Typische Anwendungsfälle
Key Vault eignet sich für jede Anwendung, die Secrets verwalten muss. Typische Szenarien sind Datenbank-Credentials für Web-Apps, API-Keys für externe Services, SSL-Zertifikate für Custom Domains sowie Verschlüsselungsschlüssel für ruhende Daten.
Vorteile
- Keine Secrets im Quellcode oder in Config-Dateien
- Zentrale Verwaltung aller Anwendungs-Geheimnisse
- HSM-Schutz im Premium-Tier für höchste Sicherheitsanforderungen
- Native Integration mit Azure-Diensten via Managed Identity
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Azure Key Vault: Security-Architektur, Migration von Access Policies zu RBAC, HSM-Integration und Compliance-Implementierung.
Verfügbare Varianten & Optionen
Standard
- Software-geschützte Schlüssel
- Kosteneffektiv
- Alle Schlüsseltypen
- Kein HSM-Schutz
Premium
- HSM-geschützte Schlüssel
- FIPS 140-2 Level 2/3 validierte HSMs
- Hohe Sicherheit
- Höhere Kosten pro Operation
Typische Anwendungsfälle
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Secrets, Keys und Certificates?
Secrets sind beliebige Zeichenketten wie Passwörter oder Connection Strings. Keys sind kryptographische Schlüssel für Verschlüsselung und Signierung. Certificates sind X.509-Zertifikate mit automatischer Erneuerung über integrierte Zertifizierungsstellen.
Wie greife ich sicher auf Key Vault zu?
Zugriffe erfolgen über Microsoft Entra ID (vormals Azure AD). Für neu erstellte Key Vaults ist Azure RBAC mittlerweile das Standard-Zugriffsmodell; das ältere Access-Policy-Modell gilt als Legacy. Für Azure-Ressourcen empfiehlt sich Managed Identity, damit keine expliziten Credentials verwaltet werden müssen.
Was kostet Azure Key Vault?
Die Abrechnung erfolgt pro Operation, wobei Operationen mit HSM-geschützten Schlüsseln im Premium-Tier teurer sind als softwaregeschützte Operationen im Standard-Tier. Aktuelle Preise finden sich auf der offiziellen Preisseite.
Was ist BYOK (Bring Your Own Key)?
BYOK ermöglicht den Import eigener, extern generierter Schlüssel in Key Vault, inklusive HSM-geschützter Schlüssel im Premium-Tier. Das ist relevant für Compliance-Anforderungen, die Kontrolle über die Schlüsselgenerierung verlangen.
Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.
