Was ist Microsoft Purview Data Map?
Der Microsoft Purview Data Map bildet die Grundlage für Data Discovery und Data Governance. Er erfasst Metadaten über Daten, die in Analytics-, Software-as-a-Service- und operativen Systemen in hybriden, On-Premises- und Multicloud-Umgebungen liegen. Über ein eingebautes Scanning- und Klassifizierungssystem bleibt der Data Map aktuell.
Jedes Microsoft-Purview-Konto verfügt über einen Data Map, der bei einer Capacity Unit startet und elastisch wachsen kann. Die Skalierung richtet sich nach der Anfragelast und der Menge der im Data Map gespeicherten Metadaten. Der Data Map ist Bestandteil von Microsoft Purview; einen Überblick über die Gesamtplattform bietet unsere Seite zu Microsoft Purview.
Kernfunktionen
Scanning und Ingestion: Der Data Map erfasst und aktualisiert Datenassets, Klassifizierungen und Lineage über Scanning- und Ingestion-Prozesse hinweg.
Elastischer Data Map mit Autoscale: Der Start ist mit einer einzigen Capacity Unit möglich, die sich lastabhängig automatisch anpasst. Microsoft nennt das als Grund für niedrigere Einstiegskosten in Data-Governance-Projekte.
Vier Metadatenarten: Technische Metadaten aus dem Scanning, fachliche Metadaten aus automatisierten und manuellen Quellen, semantische Metadaten wie Collection-Zuordnungen und Klassifizierungen sowie operative Metadaten wie Laufstatus von Data-Factory-Aktivitäten.
Transparente Kapazitätsplanung: Eine Capacity Unit entspricht 25 Operationen pro Sekunde und 10 GB Metadaten-Speicher. Die Abrechnung erfolgt stündlich anhand der maximal benötigten Capacity Units.
Monitoring im Azure-Portal: Die Metriken Data Map Capacity Units und Data Map Storage Size zeigen den Verbrauch, Alerts lassen sich auf Schwellwerte setzen.
Typische Anwendungsfälle
Aufbau eines Datenkatalogs: Der Data Map liefert das Metadatenfundament, auf dem der Unified Catalog aufsetzt.
Klassifizierung sensibler Daten: Das eingebaute Klassifizierungssystem erkennt und markiert Datenassets im Rahmen des Scannings.
Multicloud- und Hybrid-Landschaften: Metadaten aus verschiedenen Umgebungen laufen an einer Stelle zusammen.
Kostenkontrolle in Governance-Projekten: Der elastische Einstieg mit einer Capacity Unit erlaubt einen kleinen Start ohne Vorabdimensionierung.
Vorteile
- Niedrige Einstiegshürde durch Start mit einer einzigen Capacity Unit
- Automatische Skalierung nach Last innerhalb des Elastizitätsfensters
- Keine Vorabentscheidung über die richtige Data-Map-Größe nötig
- Transparente Abrechnungslogik mit klaren Schritten für Durchsatz und Speicher
- Verbrauchs- und Kostenüberwachung über Azure-Portal-Metriken und Alerts
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie beim Aufbau des Purview Data Map: Auswahl und Anbindung der Datenquellen, Scanning- und Klassifizierungsstrategie, Dimensionierung und Kostensteuerung über Capacity Units sowie Monitoring und Alerting.
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu Data Discovery und Metadatenmanagement mit Microsoft Purview.
Typische Anwendungsfälle
Technische Spezifikationen
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Microsoft Purview Data Map?
Der Data Map bildet die Grundlage für Data Discovery und Data Governance. Er erfasst Metadaten über Daten in Analytics-, Software-as-a-Service- und operativen Systemen in hybriden, On-Premises- und Multicloud-Umgebungen und hält sich über ein eingebautes Scanning- und Klassifizierungssystem aktuell. Er ist Bestandteil von Microsoft Purview; einen Überblick über die Gesamtplattform bietet unsere Seite zu [Microsoft Purview](/de/cloud/azure/produkte/purview/).
Was ist eine Capacity Unit?
Der Data Map besteht aus Metadaten-Speicher und Operationsdurchsatz, die gemeinsam als Capacity Unit abgebildet werden. Jede Capacity Unit umfasst einen Durchsatz von 25 Operationen pro Sekunde und ein Speicherlimit von 10 GB Metadaten. Jedes Microsoft-Purview-Konto startet standardmäßig mit einer Capacity Unit und wächst elastisch mit der Nutzung.
Wie wird der Data Map abgerechnet?
Sie zahlen für eine Capacity Unit, zusätzliche Kosten entstehen je weiterer Capacity Unit, stündlich aufgerollt. Operationen skalieren in Schritten von 25 Operationen pro Sekunde, Metadaten-Speicher in Schritten von 10 GB. Übersteigt der Speicher die aktuelle Capacity Unit, zahlen Sie die nächste, auch wenn der Durchsatz nicht ausgeschöpft wird.
Welche Metadaten werden gespeichert?
Der Data Map speichert technische Metadaten wie Schema, Datentyp und Spalten aus dem Scanning-Prozess, fachliche Metadaten wie aus Power-BI-Datasets übernommene Angaben oder manuell gepflegte Beschreibungen und Glossarbegriffe, semantische Metadaten wie die Zuordnung von Collections zu Datenquellen oder Klassifizierungen sowie operative Metadaten wie Laufstatus und Laufzeiten von Data-Factory-Aktivitäten.
Lässt sich der Durchsatz erhöhen?
Ja. Die Standardgrenze für den maximalen Durchsatz liegt bei 10 Capacity Units. Für größere Umgebungen lässt sich über eine Quota-Anfrage ein größeres Elastizitätsfenster beantragen. Mit dem Anheben der Durchsatzgrenze steigt auch die Mindestanzahl an Capacity Units, für die abgerechnet wird.
Wie überwache ich Verbrauch und Kosten?
Im Azure-Portal lassen sich für das Microsoft-Purview-Konto die Metriken Data Map Capacity Units und Data Map Storage Size über verschiedene Zeiträume auswerten. Zusätzlich können Alerts eingerichtet werden, wenn Speicher oder Operationsdurchsatz einen Schwellwert erreichen.
Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.
