Was ist Microsoft Purview Data Loss Prevention?
Organisationen verwalten sensible Informationen wie Finanzdaten, geschäftskritisches Wissen, Kreditkartennummern, Gesundheitsakten oder Sozialversicherungsnummern. Um diese Daten zu schützen und das Risiko von Oversharing zu senken, brauchen sie einen Weg, unangemessenes Teilen zu verhindern. Diese Praxis heißt Data Loss Prevention.
In Microsoft Purview setzen Sie DLP über Richtlinien um. Eine DLP-Richtlinie hilft dabei, sensible Inhalte in den Bereichen Enterprise applications & devices sowie Inline web traffic zu identifizieren, zu überwachen und automatisch zu schützen. Richtlinien wirken auf eine Vielzahl von Standorten, Übertragungswegen und Nutzeraktivitäten. DLP ist Bestandteil von Microsoft Purview; einen Überblick über die Gesamtplattform bietet unsere Seite zu Microsoft Purview.
Kernfunktionen
Tiefe Inhaltsanalyse: DLP prüft Schlüsselwörter, reguläre Ausdrücke, interne Funktionsvalidierung und sekundäre Treffer in der Nähe eines primären Treffers und ergänzt dies durch Machine-Learning-Verfahren.
Breite Standortabdeckung: Microsoft-365-Dienste, Office-Anwendungen, Windows- und macOS-Geräte, Nicht-Microsoft-Cloud-Apps, On-Premises-Dateifreigaben und -SharePoint, Fabric- und Power-BI-Workspaces sowie Microsoft 365 Copilot und Copilot Chat als Preview.
Inline web traffic (Preview): Zusammen mit Collection Policies überwacht DLP Daten, die über das Netzwerk und über Microsoft Edge for Business an nicht verwaltete Cloud-Apps übertragen werden, darunter mehrere generative KI-Dienste.
Abgestufte Schutzmaßnahmen: Von einem Policy Tip über Blockieren mit Override bis zum harten Blockieren, Quarantäne für ruhende Daten und Ausblenden im Teams-Chat.
Simulationsmodus und Tuning: Richtlinien lassen sich zunächst ohne Wirkung ausrollen, auswerten und anpassen, etwa bei Standorten, Bedingungen, Definitionen sensibler Informationen und eingeschränkten Apps oder Websites.
Typische Anwendungsfälle
Schutz vor Fehlversand: Eine Richtlinie greift, wenn eine definierte Zahl sensibler Datensätze an externe Empfänger versendet werden soll.
Endgeräteschutz: Auf Windows- und macOS-Geräten lässt sich das Kopieren sensibler Dateien auf Wechseldatenträger auditieren oder einschränken.
On-Premises-Repositories: Dateien in Dateifreigaben werden in eine Quarantäne verschoben; Voraussetzung ist der Microsoft Purview Information Protection Scanner.
KI-Nutzung eingrenzen: Über Inline web traffic lassen sich Übertragungen an nicht verwaltete KI-Anwendungen adressieren.
Vorteile
- Einheitliche Richtlinien über Microsoft 365, Endgeräte, Cloud-Apps und On-Premises-Speicher hinweg
- Native Integration in die Anwendungen, die Ihre Nutzer täglich verwenden
- Risikoarme Einführung über den Simulationsmodus vor der Aktivierung blockierender Aktionen
- Vollständige Protokollierung im Microsoft 365 Audit Log und Auswertung im Activity Explorer
- Untersuchung von Vorfällen sowohl im Purview-Dashboard als auch im Microsoft Defender Portal
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei der Einführung von Microsoft Purview DLP: Aufnahme der schützenswerten Informationskategorien, Entwurf und Scoping der Richtlinien, Einführung über den Simulationsmodus, Tuning anhand der Auswertungen sowie Aufbau der Alert- und Untersuchungsprozesse.
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu Data Loss Prevention mit Microsoft Purview.
Typische Anwendungsfälle
Technische Spezifikationen
Häufig gestellte Fragen
Was ist Microsoft Purview Data Loss Prevention?
Data Loss Prevention ist die Praxis, unangemessenes Teilen sensibler Daten zu verhindern. In Microsoft Purview setzen Sie DLP über Richtlinien um, die sensible Inhalte identifizieren, überwachen und automatisch schützen. DLP ist Bestandteil von Microsoft Purview; einen Überblick über die Gesamtplattform bietet unsere Seite zu [Microsoft Purview](/de/cloud/azure/produkte/purview/).
Welche Standorte deckt DLP ab?
Microsoft nennt unter anderem Microsoft-365-Dienste wie Exchange, SharePoint, OneDrive sowie Teams-Chat- und Kanalnachrichten, Office-Anwendungen wie Word, Excel und PowerPoint, Geräte mit Windows 10, Windows 11 und den drei aktuellsten macOS-Versionen, Nicht-Microsoft-Cloud-Apps, On-Premises-Dateifreigaben und On-Premises-SharePoint, Microsoft Fabric und Power-BI-Workspaces, Microsoft 365 Copilot und Copilot Chat als Preview sowie verwaltete Cloud-Apps.
Wie erkennt DLP sensible Inhalte?
DLP nutzt tiefe Inhaltsanalyse statt eines einfachen Textscans. Analysiert werden primäre Treffer auf Schlüsselwörter, reguläre Ausdrücke, interne Funktionsvalidierung sowie sekundäre Treffer in der Nähe eines primären Treffers. Zusätzlich kommen Machine-Learning-Verfahren und weitere Methoden zum Einsatz.
Welche Schutzmaßnahmen kann eine DLP-Richtlinie auslösen?
Microsoft nennt unter anderem einen Policy Tip als Warnhinweis, das Blockieren des Teilens mit der Möglichkeit zum Override und Erfassen einer Begründung, das Blockieren ohne Override, das Sperren und Verschieben ruhender Daten in eine sichere Quarantäne sowie das Ausblenden sensibler Informationen im Teams-Chat.
Wozu dient der Simulationsmodus?
Im Simulationsmodus werden die in einer Richtlinie definierten Aktionen nicht angewendet. So lassen sich die Auswirkungen bewerten, bevor blockierende Aktionen aktiviert werden. Microsoft empfiehlt, Richtlinien zunächst im Simulationsmodus auszurollen und zu prüfen. Zu beachten ist, dass Stop processing more rules im Simulationsmodus nicht wirkt.
Wie lange sind DLP-Alerts verfügbar?
DLP-Alerts sind im Microsoft Defender Portal sechs Monate lang verfügbar. Im DLP-Alerts-Dashboard von Microsoft Purview stehen sie 30 Tage zur Verfügung.
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