Was ist ein Azure Storage Account?
Ein Azure Storage Account ist der zentrale Einstiegspunkt für Azure Storage Services. Er bietet einen einheitlichen Namespace für die Speicherung von Blobs (unstrukturierte Daten), Files (SMB/NFS-Dateifreigaben), Queues (Messaging) und Tables (NoSQL Key-Value Store). Jeder Storage Account ist global eindeutig adressierbar und unterstützt verschiedene Redundanzoptionen von lokalem bis geo-redundantem Speicher.
Storage Accounts bilden das Fundament für nahezu jede Azure-Architektur: von der einfachen Dateispeicherung über Data Lakes bis zu den Backing-Stores für Azure Functions und App Services.
Kernfunktionen
- Vier Speichertypen: Blob Storage, Azure Files, Queue Storage und Table Storage in einem Account
- Redundanzoptionen: LRS, ZRS, GRS und GZRS für unterschiedliche Verfügbarkeits- und DR-Anforderungen
- Access Tiers: Hot, Cool und Archive für kostenoptimierte Speicherung nach Zugriffshäufigkeit
- Lifecycle Management: Automatische Tier-Migration und Löschung basierend auf Regeln
- Immutable Storage: WORM-Speicher für Compliance und rechtliche Aufbewahrungspflichten
Typische Anwendungsfälle
Data Lake und Analytics: Hierarchischer Namespace (Azure Data Lake Storage Gen2) für Big Data Workloads mit Hadoop, Spark und Azure Synapse.
Backup und Archivierung: Langzeitarchivierung mit Archive Tier und Immutable Storage für Compliance-Anforderungen.
Statische Websites: Hosting von statischen Websites und Single Page Applications direkt aus Blob Storage mit CDN-Integration.
Vorteile
- Unbegrenzte Skalierung: Exabyte-Kapazität ohne Vorabprovisionierung oder Kapazitätsplanung
- Kosteneffizienz: Granulare Abrechnung nach genutztem Speicher und Transaktionen
- Globale Verfügbarkeit: Geo-Replikation für Disaster Recovery und globale Anwendungen
- Tiefe Azure-Integration: Native Integration mit praktisch allen Azure-Services
Häufig gestellte Fragen zu Azure Storage Accounts
Welchen Account-Typ sollte ich wählen?
Für die meisten Szenarien empfiehlt Microsoft Standard General-purpose v2. Premium Block Blobs eignen sich für Workloads mit niedriger Latenz. Premium File Shares für Enterprise-Dateifreigaben mit hohem IOPS-Bedarf.
Was ist der Unterschied zwischen LRS, ZRS, GRS und GZRS?
LRS repliziert dreifach innerhalb eines Rechenzentrums. ZRS verteilt über drei Availability Zones. GRS repliziert zusätzlich in eine sekundäre Region. GZRS kombiniert ZRS in der primären Region mit GRS zur sekundären Region für maximale Durabilität.
Wie funktionieren Access Tiers?
Hot Tier für häufig zugegriffene Daten mit niedrigen Zugriffskosten. Cool Tier für selten zugegriffene Daten (mindestens 30 Tage) mit niedrigeren Speicherkosten aber höheren Zugriffskosten. Archive Tier für Langzeitarchivierung (mindestens 180 Tage) mit minimalem Speicherpreis aber Stunden für die Rehydrierung.
Wie sichere ich einen Storage Account?
Deaktivieren Sie öffentlichen Blob-Zugriff wenn nicht benötigt. Nutzen Sie Private Endpoints für VNet-Integration. Aktivieren Sie Azure Defender for Storage für Bedrohungserkennung. Verwenden Sie SAS-Tokens mit minimalen Berechtigungen und kurzer Gültigkeit.
Wie migriere ich Daten zu Azure Storage?
Für kleine Datenmengen nutzen Sie AzCopy oder Azure Storage Explorer. Für große Migrationen bietet Azure Data Box physischen Datentransfer. Für kontinuierliche Synchronisation verwenden Sie Azure File Sync oder AzCopy mit Scheduling.
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Azure Storage: von der Architekturberatung für Data Lakes über die Migration bestehender Dateiserver bis zur Kostenoptimierung durch Lifecycle Management und Tier-Strategien.
