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Azure Storage Actions - Serverlose Speicher-Automatisierung

Azure Storage Actions automatisiert Speicheroperationen serverlos mit bedingungsbasierten Regeln für Blob-Verwaltung und Lifecycle-Management.

storage
Preismodell Abrechnung pro Task-Ausführung, gescannten Objekten und durchgeführten Operationen (jeweils pro Million)
Verfügbarkeit Allgemein verfügbar in zahlreichen Azure-Regionen weltweit, inkl. mehrerer EU-Regionen
Datensouveränität EU-Regionen verfügbar (u.a. Germany West Central, France Central, West Europe)
Zuverlässigkeit SLA gemäß Anbieter (siehe offizielle SLA-Seite) SLA

Was ist Azure Storage Actions?

Azure Storage Actions ist ein vollständig verwalteter, serverloser Dienst zur Automatisierung von Datenmanagement-Aufgaben für Azure Blob Storage und Azure Data Lake Storage. Der Service führt Datenoperationen auf Millionen von Objekten über mehrere Storage Accounts hinweg aus, ohne dass zusätzliche Rechenkapazität bereitgestellt oder Code geschrieben werden muss. Der Dienst ist allgemein verfügbar (GA).

Die Ressource, die Datenoperationen ausführt, heißt Storage Task. Ein Storage Task besteht aus Bedingungen (Conditions) und Operationen (Operations): Bedingungen bestehen aus Klauseln, die Objekteigenschaften mit Werten vergleichen (z. B. Erstellungsdatum älter als X Tage), Operationen sind die Aktionen, die auf zutreffende Objekte angewendet werden (z. B. Löschen, Tier-Wechsel, Tag-Updates, Rehydrierung aus dem Archiv). Über eine Assignment wird festgelegt, welcher Storage Account und welche Objekt-Teilmenge adressiert werden, nach welchem Zeitplan der Task läuft und wo Ausführungsberichte gespeichert werden. Storage Tasks können über den visuellen Designer im Azure-Portal oder per REST, SDKs, PowerShell, Azure CLI, Bicep, Terraform oder ARM-Templates definiert werden.

Storage Task Assignments können sich nicht gegen Storage Accounts vom Typ General-purpose v1 oder Legacy Blob Storage richten, da diese Kontotypen die benötigten Funktionen nicht unterstützen. Microsoft empfiehlt für Storage Actions Accounts vom Typ General-purpose v2. Der Dienst reduziert den operativen Aufwand für die Verwaltung großer Datenmengen erheblich und eliminiert die Notwendigkeit eigener Automatisierungsskripte.

Kernfunktionen

  • Bedingungsbasierte Regeln auf Basis von Blob-Eigenschaften, Tags und Metadaten
  • Operationen wie Tier-Wechsel, Löschen, Tag-Updates, Metadaten-Änderungen und Rehydrierung aus dem Archiv
  • Einmalige oder zeitplanbasierte Ausführung von Storage Tasks über Assignments
  • Visuelle Konfiguration über das Azure Portal, alternativ über REST, SDKs, CLI oder Infrastructure-as-Code
  • Event-Benachrichtigungen über Azure Event Grid (z. B. bei Abschluss eines Task-Runs)
  • Detaillierte Ausführungsberichte und Metriken je Task-Lauf

Typische Anwendungsfälle

Daten-Lifecycle-Management: Automatisches Verschieben älterer Blobs von Hot zu Cool oder Archive Tier basierend auf Alter und Zugriffsmuster zur Kostenoptimierung.

Compliance und Aufbewahrung: Automatisches Taggen und Klassifizieren von Dokumenten basierend auf Metadaten für regulatorische Anforderungen und Aufbewahrungsfristen.

Speicherbereinigung: Regelmäßiges Löschen temporärer Dateien, abgelaufener Backups oder verwaister Blobs nach definierten Kriterien.

Vorteile

  • Kein Code erforderlich: visuelle Konfiguration im Azure Portal
  • Serverlos: keine Infrastruktur zum Verwalten oder Skalieren
  • Kostenoptimierung durch automatisiertes Tier-Management
  • Transparente Ausführungsberichte für Audit und Compliance

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Storage Actions von Blob Lifecycle Management?

Blob Lifecycle Management bietet einfache regelbasierte Policies für Tier-Wechsel und Löschung. Storage Actions erweitert dies um komplexere Bedingungen, zusätzliche Aktionen wie Tag-Updates und bietet eine visuelle Konfigurationsoberfläche mit detaillierten Berichten.

Welche Speichertypen werden unterstützt?

Storage Actions arbeitet mit Azure Blob Storage und Azure Data Lake Storage auf Storage Accounts vom Typ General-purpose v2. Storage Accounts vom Typ General-purpose v1 oder Legacy Blob Storage werden nicht unterstützt.

Wie werden Storage Actions abgerechnet?

Die Abrechnung besteht aus drei Komponenten: einer Gebühr pro Ausführung einer Task-Assignment-Instanz, einer Gebühr pro Million gescannter/ausgewerteter Objekte und einer Gebühr pro Million durchgeführter Operationen. Bei wiederkehrenden Assignments wird jede einzelne Ausführung separat abgerechnet.

Kann ich auf abgeschlossene Storage Tasks reagieren?

Ja, Azure Storage Actions kann Events (z. B. Abschluss eines Task-Runs) über Azure Event Grid an Abonnenten wie Azure Functions, Logic Apps oder eigene HTTP-Endpunkte senden, ohne dass Polling notwendig ist.

Integration mit innFactory

Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei Azure Storage Actions: von der Konzeption Ihrer Daten-Lifecycle-Strategie über die Konfiguration automatisierter Regeln bis zur Integration in bestehende Compliance-Workflows.

Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.

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