Azure Virtual Machines give you the flexibility of virtualization without having to buy and maintain physical hardware. Choose from Windows or Linux, multiple VM sizes optimized for different workloads.
Was ist Azure Virtual Machines?
Azure Virtual Machines ist der Infrastructure-as-a-Service (IaaS) Computing-Dienst von Microsoft Azure, mit dem Sie Windows- und Linux-VMs in Sekunden bereitstellen können. Der Service bietet vollständige Kontrolle über das Betriebssystem und ermöglicht die Ausführung praktisch jeder Workload, von klassischen Enterprise-Anwendungen bis hin zu modernen Container-Orchestrierungsplattformen.
Azure bietet eine breite Palette von VM-Serien, die für unterschiedliche Workload-Anforderungen optimiert sind: B-Series für burstable Workloads mit geringer CPU-Auslastung, D-Series für allgemeine Zwecke, E-Series für speicherintensive Anwendungen wie SAP HANA, F-Series für rechenintensive Workloads, M-Series für extrem große In-Memory-Datenbanken (bis 12 TB RAM) und N-Series für GPU-beschleunigte Workloads wie KI-Training und High-Performance Computing. Jede Serie bietet verschiedene Größen, sodass Sie Ihre VM genau an Ihre Anforderungen anpassen können.
Neben dem klassischen Pay-as-you-go-Modell bietet Azure flexible Preisoptionen: Spot VMs ermöglichen Kosteneinsparungen von bis zu 90% für unterbrechbare Workloads wie Batch-Jobs oder Entwicklungsumgebungen. Reserved Instances (1 oder 3 Jahre) reduzieren die Kosten für produktive Workloads mit planbarer Auslastung um bis zu 72%. Der Azure Hybrid Benefit erlaubt die Nutzung bestehender Windows Server- und SQL Server-Lizenzen in Azure, was die Migrationskosten erheblich senkt. Für maximale Hochverfügbarkeit können VMs in Availability Sets (99,95% SLA) oder Availability Zones (99,99% SLA) bereitgestellt werden.
Virtual Machines vs. Alternativen
Bei der Wahl einer Cloud-Lösung stellt sich oft die Frage nach Alternativen. Virtual Machines konkurriert mit vergleichbaren Services anderer Cloud-Provider:
- AWS: Ec2
- Google Cloud: Compute Engine
- STACKIT: Compute Engine
Während die Funktionalität oft ähnlich ist, unterscheiden sich die Services in Pricing-Modellen, regionaler Verfügbarkeit und Integrations-Ökosystem. Azure punktet besonders bei Enterprise-Kunden mit Microsoft-Stack und Hybrid-Cloud-Szenarien.
Typische Anwendungsfälle
Web-Anwendungen und APIs
Hosting von Webanwendungen mit voller Kontrolle über den Server-Stack. Ideal für Legacy-Anwendungen, die spezifische Windows Server-Versionen oder besondere Kernel-Konfigurationen benötigen. Mit Load Balancer und Availability Zones erreichen Sie Hochverfügbarkeit für produktionskritische Systeme.
SAP-Workloads
Azure ist SAP-zertifiziert für HANA und NetWeaver. Die E- und M-Series VMs bieten bis zu 12 TB RAM für große SAP HANA-Datenbanken. Mit Azure Hybrid Benefit können Sie bestehende Windows Server-Lizenzen nutzen und Kosten reduzieren.
Windows Server Migration
Migrieren Sie bestehende Windows Server-Workloads ohne Code-Änderungen in die Cloud. Azure Migrate unterstützt bei Assessment und Migration. Mit Azure Hybrid Benefit sparen Sie bis zu 49% gegenüber Pay-as-you-go-Preisen.
High-Performance Computing (HPC)
HB- und HC-Series VMs mit RDMA-Netzwerk und InfiniBand ermöglichen tightly-coupled HPC-Workloads wie Simulationen, genomische Analysen oder Computational Fluid Dynamics. Burst auf tausende Cores für Batch-Jobs mit Azure CycleCloud.
Dev/Test-Umgebungen
Nutzen Sie Azure Dev/Test-Pricing für Entwicklungs- und Testumgebungen mit bis zu 55% Rabatt. Auto-Shutdown-Policies sparen Kosten außerhalb der Arbeitszeiten. Spot VMs reduzieren Kosten für kurzlebige Test-Umgebungen um bis zu 90%.
Disaster Recovery
Azure Site Recovery repliziert On-Premises-VMs nach Azure für Business Continuity. Im Notfall starten Sie Workloads in Azure innerhalb von Minuten. Testen Sie DR-Szenarien ohne Produktions-Impact.
GPU-Workloads für KI und Machine Learning
N-Series VMs mit NVIDIA Tesla GPUs beschleunigen Deep Learning-Training, Inference und GPU-Computing. NCv3 für Training großer Modelle, NDs für distributed Training, NV-Series für Visualisierung und Remote-Desktops.
Best Practices
VM-Sizing mit Azure Advisor
Nutzen Sie Azure Advisor für kontinuierliche Right-Sizing-Empfehlungen basierend auf tatsächlicher CPU- und Speicher-Auslastung. Vermeiden Sie Oversizing und reduzieren Sie Kosten um durchschnittlich 20-30%.
Spot VMs für Batch-Jobs
Setzen Sie Spot VMs für fehlertolerante Workloads wie Batch-Processing, Rendering oder Big Data-Analysen ein. Sparen Sie bis zu 90% bei Workloads, die Unterbrechungen tolerieren.
Reserved Instances für planbare Workloads
Kaufen Sie Reserved Instances (1 oder 3 Jahre) für produktive Workloads mit vorhersagbarer Auslastung. Reduzieren Sie Kosten um bis zu 72% gegenüber Pay-as-you-go.
Proximity Placement Groups für latenzempfindliche Anwendungen
Nutzen Sie Proximity Placement Groups, um VMs physisch nah zueinander zu platzieren. Reduziert Netzwerk-Latenz für tightly-coupled Anwendungen wie Datenbanken und Application Server.
Managed Disks für Verfügbarkeit und Backup
Verwenden Sie ausschließlich Managed Disks statt Unmanaged Disks. Profitieren Sie von automatischem Storage-Management, Snapshots, Azure Backup-Integration und höheren SLAs.
Auto-Shutdown für Dev/Test-Umgebungen
Konfigurieren Sie Auto-Shutdown-Policies für Entwicklungs- und Test-VMs. Sparen Sie 50-70% der Compute-Kosten durch automatisches Herunterfahren außerhalb der Geschäftszeiten.
Azure Update Manager für Patch-Management
Nutzen Sie Azure Update Manager (ehemals Update Management) für zentralisiertes Patch-Management über alle VMs. Automatisieren Sie Windows Updates und Linux-Paket-Updates mit konfigurierbaren Wartungsfenstern.
Häufig gestellte Fragen zu Azure Virtual Machines
Welche VM-Serie sollte ich wählen?
Die Wahl hängt von Ihrer Workload ab: B-Series für Workloads mit niedriger durchschnittlicher CPU-Auslastung (Webserver, kleine Datenbanken), D-Series für allgemeine Zwecke, E-Series für speicherintensive Anwendungen (SAP HANA, SQL Server), F-Series für CPU-intensive Workloads (Batch-Processing, Analytics), M-Series für sehr große In-Memory-Datenbanken (bis 12 TB RAM), N-Series für GPU-Workloads (KI, Rendering). Azure Advisor gibt Empfehlungen basierend auf tatsächlicher Auslastung.
Was sind Spot VMs und wann sollte ich sie nutzen?
Spot VMs nutzen ungenutzte Azure-Kapazität zu stark reduzierten Preisen (bis 90% günstiger). Sie können jedoch mit kurzer Vorwarnung (30 Sekunden) beendet werden, wenn Azure die Kapazität benötigt. Ideal für fehlertolerante Workloads wie Batch-Jobs, Rendering, Big Data-Analysen, Dev/Test-Umgebungen oder stateless Container-Workloads. Nicht geeignet für produktionskritische Anwendungen ohne Fehlertoleranz.
Reserved Instances vs. Savings Plans: Was ist besser?
Reserved Instances (RI) bieten bis zu 72% Rabatt für 1- oder 3-Jahres-Commitments auf spezifische VM-Größen und Regionen. Savings Plans bieten ähnliche Rabatte, sind aber flexibler: Sie gelten für verschiedene VM-Größen, Regionen und sogar andere Compute-Services. Wählen Sie RIs für stabile Workloads mit bekannten Anforderungen, Savings Plans für dynamischere Umgebungen mit wechselnden VM-Größen.
Wie funktioniert Azure Hybrid Benefit?
Azure Hybrid Benefit erlaubt die Nutzung bestehender Windows Server- und SQL Server-Lizenzen mit aktiver Software Assurance in Azure. Sparen Sie bis zu 49% bei Windows Server VMs und bis zu 55% bei SQL Server VMs. Auch Red Hat und SUSE Linux-Abonnements können genutzt werden. Die Lizenzen können zwischen On-Premises und Azure verschoben werden, nach 90 Tagen auch parallel genutzt werden.
Availability Sets vs. Availability Zones: Was ist der Unterschied?
Availability Sets verteilen VMs über mehrere Fault Domains und Update Domains innerhalb eines Datacenters (99,95% SLA). Schützt vor Hardware-Fehlern und geplanten Wartungen. Availability Zones sind physisch getrennte Datacenter innerhalb einer Region (99,99% SLA). Schützt auch vor Datacenter-Ausfällen. Nutzen Sie Availability Zones für höchste Verfügbarkeit, Availability Sets wenn Zones nicht verfügbar sind oder extrem niedrige Latenz erforderlich ist.
Was sind Managed Disks und warum sollte ich sie nutzen?
Managed Disks sind der empfohlene Disk-Typ für Azure VMs. Azure verwaltet automatisch Storage Accounts, Skalierung und Verfügbarkeit. Vorteile: höhere SLAs (99,999% für Premium SSD), einfachere Snapshots und Backups, keine Storage Account-Limits, einfachere Replikation, Integration mit Availability Sets/Zones. Unmanaged Disks sollten nicht mehr verwendet werden.
Sind GPUs in allen Regionen verfügbar?
Nein, N-Series VMs mit GPUs sind nur in ausgewählten Regionen verfügbar. In Europa: West Europe, North Europe, UK South. Prüfen Sie die Verfügbarkeit über das Azure Portal oder die Products Available by Region-Seite. GPU-Kontingente müssen oft separat angefragt werden, da sie standardmäßig auf 0 gesetzt sind.
Wie funktioniert Windows-Lizenzierung in Azure?
Sie haben zwei Optionen: 1) Pay-as-you-go: Windows Server-Lizenz ist im VM-Preis enthalten, keine zusätzliche Lizenz erforderlich. 2) Azure Hybrid Benefit: Nutzen Sie Ihre bestehenden Windows Server-Lizenzen mit Software Assurance und zahlen nur Linux-Preise. Für SQL Server gilt Ähnliches. Jede Core-Lizenz mit Software Assurance kann in Azure genutzt werden.
Wie kann ich VM-Kosten optimieren?
Nutzen Sie diese Strategien: 1) Right-Sizing mit Azure Advisor-Empfehlungen, 2) Reserved Instances für planbare Workloads (bis 72% Ersparnis), 3) Spot VMs für fehlertolerante Jobs (bis 90% Ersparnis), 4) Auto-Shutdown für Dev/Test-VMs, 5) Azure Hybrid Benefit für Windows/SQL, 6) B-Series für Workloads mit niedriger durchschnittlicher CPU-Last, 7) Deallocate statt nur Stop (um Compute-Kosten zu vermeiden), 8) Azure Cost Management für Monitoring und Budgets.
Kann ich Azure VMs mit On-Premises-Infrastruktur verbinden?
Ja, über mehrere Optionen: 1) Site-to-Site VPN für verschlüsselte Verbindung über das Internet, 2) ExpressRoute für dedizierte private Verbindung mit höherer Bandbreite und Zuverlässigkeit (bis 100 Gbps), 3) Point-to-Site VPN für einzelne Client-Verbindungen. Azure Virtual WAN vereinfacht Hub-and-Spoke-Topologien. Für Hybrid-Identität nutzen Sie Azure AD Connect.
Integration mit innFactory
Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei der Integration und Optimierung von Azure Virtual Machines. Wir helfen bei Architektur-Design, Migration von On-Premises-Workloads, Kostenoptimierung durch Right-Sizing und Reserved Instances, sowie Implementierung von Hochverfügbarkeits- und Disaster Recovery-Szenarien.
Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu Azure Virtual Machines und Microsoft Azure.
