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Azure Virtual Machines - Windows und Linux VMs in der Cloud

Azure Virtual Machines bieten Windows- und Linux-VMs mit flexibler Konfiguration, zahlreichen VM-Serien, Auto-Scaling und Hochverfügbarkeit.

compute
Preismodell Pay-as-you-go pro Stunde/Sekunde, Reserved Instances (1-3 Jahre), Savings Plans oder Spot-Preise für unterbrechbare Workloads
Verfügbarkeit Verfügbar in zahlreichen Azure-Regionen weltweit, regionale VM-Serien-Verfügbarkeit prüfen
Datensouveränität EU-Regionen verfügbar
Zuverlässigkeit 99,9% für eine Einzel-VM mit Premium SSD/Ultra Disk, 99,95% bei 2+ Instanzen in einem Availability Set, 99,99% bei Verteilung über mehrere Availability Zones (siehe offizielle SLA-Seite) SLA

Azure Virtual Machines bieten die Flexibilität von Virtualisierung, ohne dass physische Hardware angeschafft und gewartet werden muss – wahlweise mit Windows oder Linux und zahlreichen für unterschiedliche Workloads optimierten VM-Größen.

Was ist Azure Virtual Machines?

Azure Virtual Machines ist der Infrastructure-as-a-Service (IaaS)-Computing-Dienst von Microsoft Azure zur Bereitstellung von Windows- und Linux-VMs. Der Service bietet vollständige Kontrolle über das Betriebssystem und ermöglicht die Ausführung nahezu jeder Workload, von klassischen Enterprise-Anwendungen bis hin zu modernen Container-Plattformen.

Azure bietet eine breite Palette an VM-Serien für unterschiedliche Anforderungen: B-Serie für burstable Workloads mit geringer durchschnittlicher CPU-Auslastung, D-Serie für allgemeine Zwecke, E-Serie für speicherintensive Anwendungen wie SAP HANA, F-Serie für rechenintensive Workloads, M-Serie für sehr große In-Memory-Datenbanken sowie N-Serie für GPU-beschleunigte Workloads wie KI-Training. Für Hochleistungsrechnen stehen zusätzlich H-Serien mit RDMA-Netzwerk zur Verfügung. Jede Serie bietet mehrere Größenvarianten.

Neben dem klassischen Pay-as-you-go-Modell bietet Azure flexible Preisoptionen: Spot VMs nutzen ungenutzte Kapazität zu reduzierten Preisen für unterbrechbare Workloads, Reserved Instances senken die Kosten für produktive Workloads mit planbarer Auslastung über ein- oder dreijährige Laufzeiten, und Savings Plans bieten ähnliche Rabatte mit mehr Flexibilität bezüglich VM-Größe und Region. Der Azure Hybrid Benefit erlaubt die Nutzung bestehender Windows-Server- und SQL-Server-Lizenzen mit Software Assurance in Azure. Für Hochverfügbarkeit lassen sich VMs in Availability Sets oder über mehrere Availability Zones verteilen.

Kernfunktionen

  • Breites Angebot an VM-Serien für General Purpose, Compute-, Memory- und Storage-optimierte sowie GPU- und HPC-Workloads
  • Managed Disks in verschiedenen Performance-Stufen (Standard HDD/SSD, Premium SSD, Ultra Disk)
  • Flexible Preismodelle: Pay-as-you-go, Spot VMs, Reserved Instances, Savings Plans
  • Azure Hybrid Benefit zur Anrechnung bestehender Windows-Server- und SQL-Server-Lizenzen
  • Hochverfügbarkeitsoptionen über Availability Sets, Availability Zones und Proximity Placement Groups
  • Anbindung an On-Premises über Site-to-Site-VPN, Point-to-Site-VPN oder ExpressRoute

Typische Anwendungsfälle

Web-Anwendungen und APIs

Hosting von Webanwendungen mit voller Kontrolle über den Server-Stack, insbesondere für Legacy-Anwendungen mit speziellen Betriebssystem- oder Kernel-Anforderungen. In Kombination mit Load Balancer und Availability Zones lässt sich Hochverfügbarkeit für produktionskritische Systeme erreichen.

SAP-Workloads

Azure bietet zertifizierte VM-Konfigurationen für SAP HANA und NetWeaver. E- und M-Serien-VMs eignen sich für große In-Memory-SAP-HANA-Datenbanken. Mit Azure Hybrid Benefit lassen sich bestehende Windows-Server-Lizenzen weiterverwenden.

Windows-Server-Migration

Migration bestehender Windows-Server-Workloads in die Cloud, häufig ohne Code-Änderungen. Azure Migrate unterstützt bei Assessment und Durchführung der Migration.

High-Performance Computing (HPC)

H-Serien-VMs mit RDMA-Netzwerk und InfiniBand ermöglichen eng gekoppelte HPC-Workloads wie Simulationen, genomische Analysen oder Computational-Fluid-Dynamics-Berechnungen.

Dev/Test-Umgebungen

Entwicklungs- und Testumgebungen lassen sich mit Auto-Shutdown-Policies und Spot-VMs kosteneffizient betreiben, da sie außerhalb der Nutzungszeiten automatisch heruntergefahren werden können.

Disaster Recovery

Azure Site Recovery repliziert On-Premises-VMs nach Azure für Business Continuity. Im Notfall lassen sich Workloads in Azure starten, DR-Szenarien können ohne Beeinträchtigung der Produktion getestet werden.

GPU-Workloads für KI und Machine Learning

N-Serien-VMs mit GPU-Beschleunigung eignen sich für Deep-Learning-Training, Inferenz und GPU-Computing. Die konkrete Verfügbarkeit bestimmter GPU-Typen variiert je Region und sollte vorab im Azure Portal geprüft werden; GPU-Kontingente müssen teils separat angefragt werden.

Vorteile

  • Volle Kontrolle über Betriebssystem und Konfiguration bei gleichzeitig hoher Flexibilität bei der VM-Größe
  • Breite Auswahl an Preismodellen für unterschiedliche Kostenanforderungen
  • Nahtlose Integration mit dem übrigen Azure-Ökosystem (Monitoring, Backup, Networking, Identity)
  • Anrechnung bestehender Microsoft-Lizenzen über Azure Hybrid Benefit möglich

Häufig gestellte Fragen zu Azure Virtual Machines

Welche VM-Serie sollte ich wählen?

Die Wahl hängt von der Workload ab: B-Serie für Workloads mit niedriger durchschnittlicher CPU-Auslastung, D-Serie für allgemeine Zwecke, E-Serie für speicherintensive Anwendungen, F-Serie für CPU-intensive Workloads, M-Serie für sehr große In-Memory-Datenbanken, N-Serie für GPU-Workloads. Azure Advisor gibt Empfehlungen basierend auf der tatsächlichen Auslastung.

Was sind Spot VMs und wann sollte ich sie nutzen?

Spot VMs nutzen ungenutzte Azure-Kapazität zu deutlich reduzierten Preisen, können aber mit kurzer Vorwarnzeit beendet werden, wenn Azure die Kapazität anderweitig benötigt. Sie eignen sich für fehlertolerante Workloads wie Batch-Jobs, Rendering, Big-Data-Analysen oder Dev/Test-Umgebungen, nicht jedoch für produktionskritische Anwendungen ohne Fehlertoleranz.

Reserved Instances vs. Savings Plans: Was ist besser?

Reserved Instances bieten Rabatte für ein- oder dreijährige Commitments auf spezifische VM-Größen und Regionen. Savings Plans bieten ähnliche Rabatte, gelten aber flexibler für unterschiedliche VM-Größen, Regionen und teilweise weitere Compute-Services. Reserved Instances eignen sich für stabile, planbare Workloads, Savings Plans für dynamischere Umgebungen. Die genauen Rabatthöhen sind auf der offiziellen Preisseite einsehbar.

Wie funktioniert Azure Hybrid Benefit?

Azure Hybrid Benefit erlaubt die Nutzung bestehender Windows-Server- und SQL-Server-Lizenzen mit aktiver Software Assurance in Azure und kann so die Kosten gegenüber reinem Pay-as-you-go deutlich reduzieren. Auch bestimmte Red-Hat- und SUSE-Linux-Abonnements können angerechnet werden. Details und aktuelle Konditionen finden sich in der offiziellen Azure-Dokumentation.

Availability Sets vs. Availability Zones: Was ist der Unterschied?

Availability Sets verteilen mehrere VM-Instanzen über Fault Domains und Update Domains innerhalb eines Rechenzentrums und bieten laut Microsoft-SLA 99,95% Verfügbarkeit für mindestens eine Instanz. Availability Zones verteilen VMs über physisch getrennte Rechenzentren innerhalb einer Region und bieten 99,99% Verfügbarkeit, schützen also zusätzlich vor Ausfällen ganzer Rechenzentren.

Was sind Managed Disks und warum sollte ich sie nutzen?

Managed Disks sind der empfohlene Disk-Typ für Azure-VMs: Azure verwaltet Storage-Accounts, Skalierung und Verfügbarkeit automatisch. Vorteile sind vereinfachte Snapshots und Backups, Integration mit Availability Sets/Zones sowie höhere SLA-Garantien bei Nutzung von Premium SSD oder Ultra Disk. Unmanaged Disks gelten als veraltet und sollten nicht mehr verwendet werden.

Wie kann ich VM-Kosten optimieren?

Bewährte Strategien sind Right-Sizing mit Azure-Advisor-Empfehlungen, Reserved Instances oder Savings Plans für planbare Workloads, Spot-VMs für fehlertolerante Jobs, Auto-Shutdown für Dev/Test-VMs, Azure Hybrid Benefit für Windows-/SQL-Lizenzen sowie Deallocate statt reinem Stop, um Compute-Kosten zu vermeiden. Azure Cost Management unterstützt beim Monitoring und bei Budgetierung.

Kann ich Azure-VMs mit On-Premises-Infrastruktur verbinden?

Ja, unter anderem über Site-to-Site-VPN für eine verschlüsselte Verbindung über das Internet, ExpressRoute für eine dedizierte private Verbindung mit höherer Bandbreite und Zuverlässigkeit, oder Point-to-Site-VPN für einzelne Client-Verbindungen. Azure Virtual WAN vereinfacht Hub-and-Spoke-Topologien.

Integration mit innFactory

Als Microsoft Solutions Partner unterstützt innFactory Sie bei der Integration und Optimierung von Azure Virtual Machines. Wir helfen bei Architektur-Design, Migration von On-Premises-Workloads, Kostenoptimierung durch Right-Sizing und passende Preismodelle sowie der Implementierung von Hochverfügbarkeits- und Disaster-Recovery-Szenarien.

Kontaktieren Sie uns für eine unverbindliche Beratung zu Azure Virtual Machines und Microsoft Azure.

Typische Anwendungsfälle

Lift-and-Shift-Migrationen
Dev/Test-Umgebungen
Betrieb von Windows-/Linux-Anwendungen
High-Performance Computing
SAP-Workloads
Windows-Server-Migration mit Azure Hybrid Benefit
GPU-beschleunigte KI/ML-Workloads
Disaster-Recovery-Lösungen

Technische Spezifikationen

Hochverfügbarkeit Availability Sets, Availability Zones, Proximity Placement Groups
Hybrid lizenzierung Azure Hybrid Benefit für Windows Server und SQL Server
Networking Accelerated Networking, Load Balancer, VPN/ExpressRoute-Anbindung
Os Windows Server sowie gängige Linux-Distributionen wie Ubuntu, Red Hat, SUSE, Debian, Oracle Linux
Pricing optionen Pay-as-you-go, Spot VMs, Reserved Instances (1-3 Jahre), Savings Plans
Storage Managed Disks (Standard HDD, Standard SSD, Premium SSD, Ultra Disk)
Vm serien B (Burstable), D (General Purpose), E (Memory optimized), F (Compute optimized), M (Memory intensive), N (GPU), H (HPC), u.a.

Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Azure (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Azure dar.

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