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Cloud Trace - Distributed Tracing für Microservices

Cloud Trace (Google Cloud) analysiert Latenz in verteilten Systemen, visualisiert Request-Pfade über Services und identifiziert Bottlenecks.

Management
Preismodell Kostenlos bis 2,5 Mio. Spans/Monat, danach 0,20 USD pro Million Spans
Verfügbarkeit Global
Datensouveränität Trace-Daten in der gewählten Region
Zuverlässigkeit SLA gemäß Anbieter (siehe offizielle SLA-Seite) SLA

Cloud Trace visualisiert Request-Pfade durch verteilte Systeme. Identifizieren Sie Latenz-Bottlenecks in Microservices-Architekturen und verstehen Sie Service-Dependencies.

Was ist Cloud Trace?

Cloud Trace ist Googles Distributed-Tracing-Service für Performance-Analyse. Ein Trace folgt einem Request durch alle beteiligten Services: von API-Gateway über Backend-Services bis zur Datenbank. Sie sehen, welcher Service wie lange braucht.

Bei Latenz-Problemen zeigt Cloud Trace, welcher Service-Call das Bottleneck verursacht. Statt in Logs zu suchen, sehen Sie die Request-Kette visuell.

Kernfunktionen

  • Trace Visualization: Waterfall-Ansicht aller Service-Calls
  • Latency Analysis: P50-, P95-, P99-Latenzverteilungen
  • Service Dependencies: Automatische Service-Map
  • Sampling: Automatisches oder konfiguriertes Sampling
  • OpenTelemetry: Empfohlener, vendor-neutraler Standard für Instrumentierung

Trace-Anatomie

Ein Trace besteht aus Spans. Jeder Span repräsentiert eine Operation:

Request (Root Span, 450ms)
├── API Gateway (20ms)
├── Auth Service (80ms)
├── Backend Service (300ms)
│   ├── Cache Lookup (5ms) - MISS
│   ├── Database Query (180ms) ← Bottleneck!
│   └── Response Build (15ms)
└── Response Serialization (50ms)

Typische Anwendungsfälle

Latenz-Debugging

Ein API-Endpoint ist plötzlich langsam. Cloud Trace zeigt, dass der Datenbank-Call deutlich länger dauert als normal. Ohne Tracing müssten Sie jeden Service einzeln untersuchen.

Service-Dependency-Mapping

Bei komplexen Microservices-Architekturen zeigt Cloud Trace, welche Services welche anderen aufrufen. Die Service-Map visualisiert diese Abhängigkeiten.

SLO-Monitoring

Definieren Sie SLOs (z. B. 99 % der Requests unter 200ms) und überwachen Sie deren Einhaltung. Cloud Trace integriert mit Cloud Monitoring für Alerting bei SLO-Verletzungen.

Cloud Trace vs. Cloud Profiler vs. Cloud Logging

ToolFokusGranularitätUse Case
Cloud TraceRequest-LatenzService-Calls“Welcher Service ist langsam?”
Cloud ProfilerCPU/MemoryFunktionen“Welche Funktion verbraucht CPU?”
Cloud LoggingEventsLog-Einträge“Was ist passiert?”

Vorteile

  • Automatische Instrumentierung: Viele GCP-Services senden Traces automatisch
  • OpenTelemetry: Vendor-neutraler Standard, geringes Lock-in-Risiko
  • Kostenlos für die meisten: 2,5 Mio. Spans/Monat inklusive
  • Integriert: Native Verknüpfung mit Logging und Monitoring

Integration mit innFactory

Als zertifizierter Google Cloud Partner unterstützt innFactory Sie bei Cloud Trace: OpenTelemetry-Setup, Instrumentierung bestehender Services und Performance-Optimierung basierend auf Trace-Daten.

Typische Anwendungsfälle

Latenz-Analyse
Performance-Debugging
Service-Dependency-Mapping
SLO-Monitoring

Technische Spezifikationen

Integration Cloud Logging, Cloud Monitoring, Error Reporting
Protocols OpenTelemetry (empfohlen), zusätzlich Zipkin-Kompatibilität; OpenCensus ist als Projekt seit 2023 archiviert und wird zunehmend durch OpenTelemetry ersetzt
Retention 30 Tage
Sampling Automatisch und konfigurierbar

Häufig gestellte Fragen

Was ist Cloud Trace?

Cloud Trace ist ein Distributed-Tracing-Service, der Request-Pfade durch verteilte Systeme verfolgt. Sie sehen, wie lange jeder Service-Call dauert und wo Bottlenecks entstehen. Traces visualisieren die gesamte Kette von API-Gateway bis Datenbank.

Wie unterscheidet sich Cloud Trace von Cloud Profiler?

Cloud Trace analysiert Request-Latenz und zeigt, wo Zeit in verteilten Systemen verbracht wird (zwischen Services). Cloud Profiler zeigt, welche Funktionen innerhalb eines Services CPU und Memory verbrauchen (innerhalb des Codes). Beide ergänzen sich.

Was kostet Cloud Trace?

Die ersten 2,5 Millionen Spans pro Monat sind kostenlos. Darüber hinaus fallen 0,20 USD pro Million Spans an. Für die meisten Anwendungen reicht das kostenlose Kontingent aus.

Welche Instrumentierung unterstützt Cloud Trace?

Cloud Trace unterstützt OpenTelemetry als empfohlenen Standard sowie Zipkin-kompatible Traces. OpenCensus, früher ebenfalls unterstützt, ist als eigenständiges Projekt seit 2023 archiviert; Google empfiehlt für neue Instrumentierungen OpenTelemetry. GCP-Services wie Cloud Run, App Engine und GKE senden teilweise automatisch Traces.

Wie lange werden Traces gespeichert?

Traces werden 30 Tage lang gespeichert. Für längere Aufbewahrung exportieren Sie die Daten nach BigQuery oder Cloud Storage. Sampling reduziert das Datenvolumen bei hochfrequenten Anwendungen.

Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von Google Cloud (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von Google Cloud dar.

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