Confidential Computing verschlüsselt Daten während der Verarbeitung im Arbeitsspeicher. Hardware-basierte Sicherheit schützt sensible Workloads selbst vor Zugriff auf Hypervisor oder physische Hardware.
Was ist Confidential Computing?
Traditionelle Verschlüsselung schützt Daten “at rest” (auf Festplatten) und “in transit” (bei der Übertragung). Confidential Computing schließt eine weitere Lücke: Daten “in use” während der Verarbeitung im Arbeitsspeicher.
Confidential VMs nutzen je nach Maschinenserie unterschiedliche Hardware-Technologien zur Speicherverschlüsselung: AMD SEV beziehungsweise das erweiterte SEV-SNP auf N2D-Instanzen, Intel TDX auf C3-Instanzen sowie AMD SEV auf C4D-Instanzen (aktuell in der Preview-Phase). Die Schlüssel werden direkt in der CPU verwaltet.
Kernfunktionen
- Hardware-Verschlüsselung: AMD SEV/SEV-SNP oder Intel TDX verschlüsseln den Arbeitsspeicher
- Mehrere unterstützte Maschinenserien: N2D, C3 und (in Preview) C4D
- Attestation: Kryptografischer Nachweis der Sicherheitskonfiguration
- Geringer Overhead: Laut Google für AMD SEV zwischen kaum messbar und gering
- Confidential GKE Nodes: Verschlüsselung auf Node-Ebene für Kubernetes-Workloads
- Confidential Space: Sichere Umgebung für Multi-Party-Berechnungen ohne Offenlegung der Rohdaten
Typische Anwendungsfälle
Verarbeitung sensibler Daten
Gesundheitsdaten, Finanztransaktionen oder personenbezogene Daten mit hohem Schutzbedarf profitieren von zusätzlichem Schutz während der Verarbeitung im Arbeitsspeicher.
Multi-Party Computation
Mehrere Unternehmen wollen gemeinsam auf Daten rechnen (z.B. Fraud Detection), ohne die Rohdaten zu teilen. Confidential Space ermöglicht Berechnungen in einer vertrauenswürdigen, attestierten Umgebung.
Regulated Workloads
Für Branchen mit strengen Datenschutzanforderungen (Finanzdienstleister, Gesundheitswesen) bietet Confidential Computing einen zusätzlichen technischen Baustein über Standard-Verschlüsselung hinaus.
Confidential VMs vs. Shielded VMs
| Feature | Shielded VMs | Confidential VMs |
|---|---|---|
| Secure Boot | Ja | Ja |
| vTPM | Ja | Ja |
| Integrity Monitoring | Ja | Ja |
| Verschlüsselung des Arbeitsspeichers | Nein | Ja |
| Verfügbare Maschinenserien | Breite Auswahl | N2D, C3, C4D (Preview) |
Vorteile
- Zusätzliche Sicherheitsebene: Schutz vor Zugriff auf Hypervisor-Ebene und bestimmten physischen Angriffsszenarien
- Keine Code-Änderungen: Bestehende Anwendungen laufen unverändert auf Confidential VMs
- Hardware-basiert: AMD SEV/SEV-SNP oder Intel TDX übernehmen die Verschlüsselung in der CPU
- Attestation: Kryptografischer Nachweis der Sicherheitskonfiguration möglich
Integration mit innFactory
Als zertifizierter Google Cloud Partner unterstützt innFactory Sie bei Confidential Computing: Sicherheitsarchitektur, Migration sensibler Workloads und Compliance-Beratung.
Typische Anwendungsfälle
Technische Spezifikationen
Häufig gestellte Fragen
Was ist Confidential Computing?
Confidential Computing verschlüsselt Daten während der Verarbeitung im Arbeitsspeicher, nicht nur im Ruhezustand oder bei der Übertragung. Die Verschlüsselung erfolgt auf Hardware-Ebene, etwa mit AMD SEV/SEV-SNP oder Intel TDX. Selbst mit Zugriff auf Hypervisor oder physische Hardware lassen sich die Daten dadurch nicht ohne Weiteres lesen.
Was ist der Unterschied zwischen Confidential VMs und Shielded VMs?
Shielded VMs schützen vor Rootkits und Bootkits durch Secure Boot, vTPM und Integrity Monitoring. Confidential VMs verschlüsseln zusätzlich den gesamten Arbeitsspeicher während der Verarbeitung. Confidential VMs bieten damit einen zusätzlichen Schutzmechanismus gegenüber Shielded VMs.
Welchen Performance-Overhead haben Confidential VMs?
Laut Google liegt der Performance-Unterschied zwischen einer AMD-SEV-Confidential-VM und einer Standard-Compute-Engine-VM zwischen praktisch keinem Unterschied und einem geringen Overhead. Der genaue Wert hängt vom Workload und der gewählten Technologie ab.
Welche Maschinentypen unterstützen Confidential Computing?
Confidential VMs sind für mehrere Maschinenserien verfügbar, unter anderem N2D mit AMD SEV beziehungsweise SEV-SNP, C3 mit Intel TDX sowie C4D mit AMD SEV in der Preview-Phase. Die vollständige und aktuelle Liste unterstützter Konfigurationen führt Google in der Dokumentation.
Was kostet Confidential Computing?
Confidential VMs basieren auf regulären Compute-Engine-Maschinentypen und kosten gegenüber der jeweiligen Standardkonfiguration einen Aufpreis. Die genaue Höhe hängt von Maschinenserie und Region ab und ist der offiziellen Pricing-Seite zu entnehmen.
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