Service Directory ist Googles verwaltete Service-Registry für zentralisierte Service Discovery in Google Cloud, Hybrid- und Multi-Cloud-Umgebungen.
Was ist Google Cloud Service Directory?
Service Directory ist eine vollständig verwaltete Service-Registry, die alle Services einer Organisation zentral katalogisiert und für Service Discovery verfügbar macht. Anwendungen können Services über Namen finden, anstatt IP-Adressen oder Endpoints hardcoden zu müssen. Der Service unterstützt Google Cloud Workloads, On-Premises-Systeme und andere Cloud-Provider für echte Hybrid- und Multi-Cloud-Architekturen.
Die Hierarchie in Service Directory ist vierstufig: Projekte enthalten Namespaces (z.B. prod, staging, dev), Namespaces enthalten Services (z.B. api, database, cache), und Services enthalten Endpoints mit IP-Adressen, Ports und Metadata. Diese Struktur ermöglicht flexible Organisation und Umgebungstrennung.
Service Directory integriert sich nahtlos mit Cloud DNS für DNS-basierte Service Discovery. Registrierte Services werden automatisch als DNS-Records in Private DNS Zones verfügbar, sodass Anwendungen Services über Standard-DNS-Lookups finden können. Alternativ ermöglicht die Service Directory API programmatischen Zugriff mit zusätzlichen Metadata-Informationen.
Der Service ist hochverfügbar mit 99.99% SLA, vollständig verwaltet ohne Infrastrukturaufwand und IAM-integriert für granulare Zugriffskontrollen. EU-Regionen gewährleisten DSGVO-Compliance.
Typische Anwendungsfälle
Zentrale Service-Registry für Microservices
Ein Unternehmen mit 100+ Microservices nutzt Service Directory als zentrale Registry. Jeder Service registriert sich bei Deployment, andere Services finden Endpoints über DNS. Bei Rolling Updates werden Endpoints automatisch aktualisiert, Service Discovery bleibt transparent.
Hybrid-Cloud Service Discovery
Ein Unternehmen verbindet On-Premises-Datacenter mit Google Cloud über Cloud VPN. On-Premises-Services werden in Service Directory registriert, Cloud-Anwendungen finden diese Services über DNS. Die einheitliche Registry vereinfacht Hybrid-Architekturen.
Multi-Environment-Management
Eine Organisation nutzt Namespaces für Umgebungstrennung: prod, staging, dev. Jede Umgebung hat eigene Service-Endpoints, Anwendungen verwenden umgebungsspezifische DNS-Namen. Promotions von staging nach prod erfordern nur Endpoint-Updates in Service Directory.
Private Service Connect Integration
Ein SaaS-Anbieter veröffentlicht APIs über Private Service Connect. Service Directory speichert die PSC-Endpoints, Kunden finden Services über DNS ohne öffentliche Internet-Exposition. IAM kontrolliert, welche Projekte auf welche Services zugreifen können.
Multi-Cloud Service Katalog
Eine Organisation mit Workloads auf GCP und AWS nutzt Service Directory als einheitliche Registry. Services beider Clouds werden registriert, Anwendungen finden alle Services zentral. Das abstrahiert die zugrunde liegende Cloud-Infrastruktur.
Integration mit innFactory
Als Google Cloud Partner unterstützt innFactory Sie bei Service Directory: Architektur-Design, Hybrid-Cloud-Integration, DNS-Konfiguration und Service-Mesh-Integration.
Kontaktieren Sie uns für eine Beratung zu Service Directory und Google Cloud Networking.
Verfügbare Varianten & Optionen
Standard
- Vollständig verwaltet
- Hochverfügbar
- DNS-Integration
- Private Service Connect
- Kein automatisches Health Checking
Typische Anwendungsfälle
Technische Spezifikationen
Häufig gestellte Fragen
Was ist Google Cloud Service Directory?
Service Directory ist eine verwaltete Service-Registry, die alle Services in einer Organisation zentral katalogisiert. Anwendungen können Services über DNS oder API finden, ohne Endpoints hardcoden zu müssen. Der Service unterstützt Google Cloud, On-Premises und andere Clouds.
Wie unterscheidet sich Service Directory von Cloud DNS?
Cloud DNS ist ein DNS-Hosting-Service, Service Directory ist eine Service-Registry mit DNS-Integration. Service Directory speichert Service-Metadata und Endpoints, die über Cloud DNS Private Zones automatisch als DNS-Records verfügbar sind.
Kann ich On-Premises-Services registrieren?
Ja, Service Directory unterstützt Hybrid-Cloud-Szenarien. Sie können On-Premises-Services manuell registrieren oder über Anthos-Integration automatisch synchronisieren. Anwendungen in Google Cloud können diese Services dann über DNS oder API entdecken.
Wie funktioniert die Hierarchie in Service Directory?
Service Directory nutzt eine vierstufige Hierarchie: Projekte enthalten Namespaces (z.B. prod, staging), Namespaces enthalten Services (z.B. api, database), Services enthalten Endpoints (IP-Adressen und Ports). Diese Struktur ermöglicht flexible Organisation.
Bietet Service Directory Health Checking?
Service Directory selbst führt kein aktives Health Checking durch. Sie können Health Checking über Load Balancers, GKE oder eigene Lösungen implementieren und Endpoints bei Ausfall aus Service Directory entfernen.
Wie wird Service Directory abgerechnet?
Service Directory berechnet pro registriertem Endpoint und pro API-Aufruf. Die Kosten sind sehr niedrig: typischerweise unter 1 USD pro Monat für kleine bis mittlere Deployments. DNS-Lookups über Cloud DNS sind zusätzlich kostenpflichtig.
