Service Extensions fügt eigenen Code direkt in den Netzwerk-Datenpfad von Cloud Load Balancing, Media CDN und Secure Web Proxy ein - wahlweise als Wasm-Plugin oder als gRPC-Callout.
Was ist Service Extensions?
Service Extensions ermöglicht es Nutzern von Google-Cloud-Produkten wie Cloud Load Balancing, Media CDN und Secure Web Proxy, eigenen Code direkt in den Datenpfad einzufügen. Damit lässt sich das Verhalten dieser Produkte an die eigenen fachlichen Anforderungen anpassen.
Der Datenpfad dieser Netzwerkprodukte lässt sich als Pipeline aus Verarbeitungsstufen verstehen. Service Extensions erlaubt es, eigene Logik in eine oder mehrere dieser Stufen einzufügen - über Plugins oder über Callouts.
Kernfunktionen
- Plugins: Eigener Code inline im Datenpfad, gebaut mit WebAssembly (Wasm) und der Proxy-Wasm-ABI, ausgeführt als Wasm-Module auf einer von Google verwalteten Sandbox-Infrastruktur
- Callouts: Envoy-gRPC-Aufrufe aus Cloud Load Balancing an Google-Dienste oder an von Ihnen betriebene Dienste, ausgeführt als universelle gRPC-Server
- Erweiterungstypen: Callout-, Authorization-, Route- und Traffic-Extensions
- Cloud-Load-Balancing-Extensions: Anpassung der Request- und Response-Verarbeitung für unterstützte Application Load Balancer
- CEL-Matcher: Auswahl der Anfragen, auf die eine Extension wirkt, über die in der Referenz dokumentierte CEL-Matcher-Sprache
Typische Anwendungsfälle
Eigene Fehlerseiten
Weiterleitung von Clients auf eine eigene Fehlerseite für bestimmte Response-Klassen, ohne die Backend-Anwendung anzupassen.
Eigenes Logging
Protokollierung benutzerdefinierter Header oder eigener Daten in Cloud Logging direkt aus dem Datenpfad.
Header ergänzen
Erzeugung neuer Header, die für Ihre Anwendungen oder für bestimmte Kunden relevant sind, für Requests und Responses.
Header umschreiben
Anpassung vorhandener Request- und Response-Header, etwa zur Normalisierung oder zur Entfernung interner Informationen.
Vorteile
- Zwei Ausführungsmodelle: Plugins ohne eigene Infrastruktur, Callouts mit voller Freiheit bei Laufzeit und Sprache
- Kostenfreies Einstiegskontingent: Bis 2.000.000 Plugin-Invocations pro Monat und Konto ohne Kosten
- Nah an der Data Plane: Plugins laufen auf von Google verwalteter Infrastruktur, die Latenzoptimierung übernimmt Google
- Wiederverwendung vorhandener Software: Callouts können bestehende Dienste einbinden, statt Logik neu zu implementieren
Integration mit innFactory
Als zertifizierter Google Cloud Partner unterstützt innFactory Sie bei Service Extensions: Auswahl zwischen Plugins und Callouts, Entwicklung der Erweiterungen und Einbindung in Ihre bestehende Load-Balancing-Architektur.
Kontaktieren Sie uns für eine Beratung zu Service Extensions.
Verfügbare Varianten & Optionen
Plugins
- Eigener Code inline im Datenpfad
- Ausführung als Wasm-Module auf von Google verwalteter Sandbox-Infrastruktur
- Ausführung nah an der Data Plane, Latenzoptimierung wird von Google verwaltet
- Kostenfreies Kontingent von 2.000.000 Invocations pro Monat und Konto
- Eingeschränkte Fähigkeiten und strikte Laufzeitanforderungen
- Erfordert WebAssembly (Wasm) und die Proxy-Wasm-ABI
Callouts
- Keine Laufzeitbeschränkungen, vorhandene Software kann wiederverwendet werden
- Ausführung auf eigenen Compute-VMs, GKE-Pods auf GKE Multi-Cloud oder On-Premises
- Envoy-gRPC-Aufrufe aus Cloud Load Balancing heraus
- Skalierbarkeit und Verfügbarkeit des Callout-Dienstes liegen in Ihrer Verantwortung
- Zusätzliche Kosten für Datentransfer bei regionsübergreifendem Verkehr und für die Compute-Ressourcen am anderen Ende
Typische Anwendungsfälle
Technische Spezifikationen
Häufig gestellte Fragen
Was ist Service Extensions?
Service Extensions ermöglicht es Nutzern von Google-Cloud-Produkten wie Cloud Load Balancing, Media CDN und Secure Web Proxy, eigenen Code direkt in den Datenpfad einzufügen und damit das Verhalten dieser Produkte an die eigenen Anforderungen anzupassen.
Was ist der Unterschied zwischen Plugins und Callouts?
Plugins fügen eigenen Code inline in den Netzwerk-Datenpfad ein. Sie werden mit WebAssembly und der Proxy-Wasm-ABI gebaut und laufen als Wasm-Module auf einer von Google verwalteten Sandbox-Infrastruktur, mit eingeschränkten Fähigkeiten und strikten Laufzeitanforderungen. Callouts nutzen Cloud Load Balancing, um während der Datenverarbeitung Envoy-gRPC-Aufrufe an Google-Dienste oder an von Ihnen betriebene Dienste zu senden; sie haben keine Laufzeitbeschränkungen, laufen aber auf Ihrer eigenen Infrastruktur.
Welche Arten von Extensions gibt es?
Die Dokumentation nennt Callout-Extensions, Authorization-Extensions, Route-Extensions und Traffic-Extensions sowie Plugins.
Was kostet Service Extensions?
Für Plugins auf Cloud Load Balancing sind laut offizieller Preisseite bis 2.000.000 Invocations pro Monat und Konto kostenfrei; darüber fallen 0,10 USD je 1.000.000 Invocations an. Für Callouts auf Cloud Load Balancing gelten 0,10 USD je 1.000.000 Invocations. Eine Invocation ist ein einzelner Callback beziehungsweise Callout; eine einzelne HTTP-Anfrage kann je nach Konfiguration mehrere Invocations auslösen.
Wofür lassen sich Plugins typischerweise einsetzen?
Die Dokumentation nennt als Beispielszenarien die Behandlung von Ausnahmen mit Weiterleitung auf eine eigene Fehlerseite, eigenes Logging benutzerdefinierter Header oder Daten in Cloud Logging, das Hinzufügen neuer Header für Requests und Responses sowie das Umschreiben vorhandener Header.
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