Was ist STACKIT Application Load Balancer?
Der STACKIT Application Load Balancer (ALB) ist ein Managed Load Balancer auf Layer 7, der HTTP/HTTPS-Traffic inhaltsbasiert verteilt: nach URL-Pfad (Prefix- oder Exact-Match), Host-Namen, HTTP-Headern und Query-Parametern. Die ALB-API ist seit Januar 2026 generell verfügbar (GA). Im Gegensatz zum STACKIT Load Balancer, der auf Layer 4 (TCP/UDP) arbeitet, eignet sich der ALB für moderne Microservices-Architekturen und API-Gateways, bei denen Routing-Entscheidungen vom Anfrageinhalt abhängen.
Kernfunktionen
- Inhaltsbasiertes Routing: Weiterleitung nach URL-Pfad, Host-Namen, HTTP-Headern und Query-Parametern
- TLS-Terminierung und TLS-Bridging: SSL/HTTPS-Verarbeitung am Load Balancer, optional verschlüsselte Weiterleitung zum Backend
- Health Checks: Aktive HTTP- und einfache TCP-Prüfungen, unhealthy Backends werden automatisch aus dem Zielpool entfernt
- Sticky Sessions: Cookie-basierte Session-Affinität für zustandsbehaftete Anwendungen
- Zugriffskontrolle: IP-basierte Access Control Lists (ACLs) zur Einschränkung des Zugriffs
- WebSocket-Unterstützung: Für Echtzeitanwendungen
- Hochverfügbarkeit: Aktiv/Passiv-Cluster auf zwei virtuellen Maschinen über mehrere Verfügbarkeitszonen
- Observability: Metriken über Prometheus, Logs über Loki
Typische Anwendungsfälle
Microservices-Routing: Ein einzelner ALB routet Traffic an unterschiedliche Backend-Services basierend auf URL-Pfaden (z. B. /api, /app, /static), ohne separate Load Balancer pro Service.
API-Gateways: Zentraler Eintrittspunkt für mehrere APIs mit Routing nach Host oder Pfad sowie TLS-Terminierung.
Kubernetes-Ingress: Einsatz als Ingress-Lösung für Workloads auf der STACKIT Kubernetes Engine (SKE).
Zustandsbehaftete Anwendungen: Sticky Sessions sorgen dafür, dass Anfragen eines Nutzers konsistent an dieselbe Backend-Instanz gehen.
Vorteile
- DSGVO-konform: Betrieb auf STACKIT-Infrastruktur in deutschen Rechenzentren
- Layer 7: Inhaltsbasiertes Routing für moderne Anwendungsarchitekturen
- Hochverfügbar: Redundante Auslegung über mehrere Verfügbarkeitszonen
- Zentralisiert: Ein ALB kann viele einzelne Reverse Proxies ersetzen
Integration mit innFactory
Als offizieller STACKIT Partner unterstützt innFactory Sie bei der Load-Balancer-Architektur: von Routing-Regeldesign über TLS-Konfiguration bis zur Integration mit STACKIT Kubernetes Engine und Firewall-Diensten.
Typische Anwendungsfälle
Häufig gestellte Fragen
Was ist der STACKIT Application Load Balancer?
Der Application Load Balancer (ALB) ist ein Layer-7-Load-Balancer, der HTTP/HTTPS-Traffic anhand von Inhalten wie URL-Pfad, Host-Namen, HTTP-Headern und Query-Parametern verteilt. Er läuft als Managed Service auf STACKIT-Infrastruktur in Deutschland.
Worin unterscheidet sich der ALB vom STACKIT Load Balancer?
Der STACKIT Load Balancer arbeitet auf Layer 4 (TCP/UDP) und verteilt Traffic unabhängig vom Inhalt. Der ALB arbeitet auf Layer 7 und ermöglicht inhaltsbasiertes Routing, etwa für Microservices oder API-Gateways.
Was kostet der Application Load Balancer?
Die Abrechnung erfolgt nutzungsbasiert (Pay-per-use). Aktuelle Preise finden Sie im STACKIT-Preisrechner.
Wie hochverfügbar ist der ALB?
Jeder ALB läuft auf zwei virtuellen Maschinen in einem Active/Passive-Cluster, verteilt über mehrere Verfügbarkeitszonen. Details zur vertraglich zugesicherten Verfügbarkeit finden sich in der offiziellen SLA-Dokumentation.
Lässt sich der ALB mit STACKIT Kubernetes Engine nutzen?
Ja. Der ALB kann als Ingress-Lösung für Workloads auf der STACKIT Kubernetes Engine (SKE) eingesetzt werden.
Hinweis: Alle Produktinformationen auf dieser Seite wurden sorgfältig zusammengestellt, sind jedoch ohne Gewähr und können veraltet oder unvollständig sein. Cloud-Services entwickeln sich schnell weiter — Funktionen, Preise, SLAs und Verfügbarkeit ändern sich laufend. Verbindliche und aktuelle Informationen finden Sie ausschließlich auf der offiziellen Produktseite von STACKIT (offizielle Dokumentation). Diese Seite stellt kein Angebot von STACKIT dar.
